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Dax fällt unter 8200 Punkte

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Frankfurt/Main (dpa) - Die anhaltenden Sorgen über eine mögliche Straffung der lockeren Geldpolitik in den USA haben den Dax am Mittwoch belastet. Neue Daten zum US-Arbeitsmarkt konnten die Stimmung nicht aufhellen.


Der deutsche Leitindex fiel erstmals seit Anfang Mai wieder unter die Marke von 8200 Punkten und schloss 1,20 Prozent tiefer bei 8196,18 Punkten. Für den MDax ging es um 1,54 Prozent bergab auf 13 790,70 Punkte. Der TecDax sank um 0,77 Prozent auf 950,59 Punkte.

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Zwar nahm die Beschäftigung im US-Privatsektor im Mai nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) weniger stark zu als erwartet. Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen wertete die leichte Beschleunigung beim Beschäftigungsaufbau allerdings positiv für die Konjunkturentwicklung.

Die ADP-Daten gelten als Indikator für den am Freitag erscheinenden monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der wiederum wichtig für die US-Notenbank (Fed) ist. Die Währungshüter haben eine Straffung ihrer lockeren Geldpolitik an eine nachhaltige Konjunkturaufhellung und insbesondere an die Entwicklung am Arbeitsmarkt geknüpft. Seit Monaten profitieren die Aktienmärkte jedoch vor allem von den weltweit niedrigen Zinsen, die viele andere Anlageformen unrentabel machen.

«Die Amerikaner stecken derzeit in der Zwickmühle», heißt es im «Bernecker Aktionärsbrief». Und weiter: «Negative Konjunkturdaten werden gefeiert, positive abgestraft. Es ist eine Art Tauziehen. Es geht darum, die nahende Wende in der amerikanischen Geldpolitik zu verarbeiten. Das Ganze ist eher ein psychologisches Problem. Sollte die Fed im Jahresverlauf die Anleihekäufe reduzieren, ist das nicht die Abkehr von der lockeren Geldpolitik, sondern lediglich eine Tempodrosselung.»

Die Aktien von ThyssenKrupp gewannen dank eines Berichts zum Verkauf der amerikanischen Stahlwerke und angesichts freundlich aufgenommener Zahlen von Konkurrent Voestalpine 0,33 Prozent auf 15,40 Euro. Laut dem «Platow Brief» hat der brasilianische Stahlkonzern CSN zumindest für das Werk in Brasilien den Zuschlag erhalten. Ansonsten bewegten vor allem Analystenstudien die Kurse. Für die Titel der Deutschen Post ging es dank eines positiven Analystenkommentars um 1,01 Prozent hoch an die Dax-Spitze. Dagegen ließ eine negative Studie die Titel des Salz- und Düngemittelherstellers K+S um 2,09 Prozent sinken.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 verlor zum Handelsende 1,68 Prozent auf 2709,33 Punkte. Der CAC 40 in Paris und die Börsen in London verbuchten ebenfalls deutliche Abschläge. Am US-Aktienmarkt gab der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss nach.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 1,25 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,21 Prozent auf 134,19 Punkte. Der Bund Future gewann 0,22 Prozent auf 143,78 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3067 (Dienstag: 1,3092) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7653 (0,7638) Euro.