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De Maizière bereitet Gewaltbereitschaft im Fußball Sorge

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Bundesinnenminister
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Thomas de Maizière bereitet die Gewalt im Fußball zunehmend Sorgen. Foto: Michael Reynolds Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die gestiegene Gewaltbereitschaft deutscher Fußball-Hooligans bereitet Bundesinnenminister Thomas de Maizière zunehmend Sorge.


«Die Rowdys unter den Fans schlagen härter zu. Die Gewaltdelikte haben mit 817 den höchsten Stand seit der Saison 2008/09 erreicht», sagte der CDU-Politiker der «Bild am Sonntag». Mit 158 Polizeibeamten seien doppelt so viele verletzt worden wie im Vorjahr. «Davon allein 62 infolge der Detonation von Pyrotechnik oder purer Gewalteinwirkung», berichtete de Maizière.

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Die größte Gewaltbereitschaft herrscht nach den Worten des Ministers in den unteren Ligen: «Das Hauptproblem bereitet uns nicht die 1. Bundesliga, sondern Spiele der 2./3. und der Regional- und Oberligen, bei denen wir eine besondere Gewaltanfälligkeit verzeichnen.»

Zu den konkreten Zahlen sagte de Maizière: «Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei sind durchschnittlich pro Fußball-Wochenende rund 1700 gewaltbereite Fans mit der Bahn unterwegs. In Relation zu den Millionen friedlicher Fans sind das relativ wenig - umso erschreckender ist es, dass diese kleine Zahl so einen Schaden anrichtet.» Deutlich zugenommen habe nach Angaben des Ministers auch die Zahl der Verletzten im Fußball-Reiseverkehr. Dort habe es einen Anstieg um 34 Prozent gegeben.

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