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Er holte sich in Berlin zwei DM-Titel bei der A-Jugend und weitere Spitzenplätze: Gabriel Groß vom DEC Inzell. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

DEC mit großem Aufgebot zum Junioren-Weltcup

Der Inzeller Eisschnelllauf-Nachwuchs ist weiter gut in Form. Dies zeigte sich sowohl beim Deutschand-Cup – mit Deutscher Meisterschaft der A- und B-Junioren – in Berlin als auch beim Markus-Eicher-Gedächtnis-Cup in der Inzeller Max-Aicher-Arena. Dort waren die jüngeren Altersklassen (7 bis 15 Jahre) am Start.

In Berlin dagegen ging es für die Inzeller Athleten neben dem Kampf um Titelehren auch um Plätze für den Junioren-Weltcup. Insgesamt sicherten sich die Athleten des DEC sieben Plätze, nämlich fünf bei den Junioren und zwei bei den Neo-Senioren (U 23).

In Berlin »haben sie sich gut präsentiert und insgesamt 25 Medaillen abgeräumt. Das war wirklich stark«, freut sich Heike Kogler, die Eisschnelllauf-Abteilungsleiterin des DEC Inzell. »Auch Trainerin Tatjana Kraus – die mit ihrem Mann Andreas Kraus das Team betreut – war ganz begeistert«, freut sich Kogler. Allerdings »hat man gerade bei einigen B-Junioren schon gemerkt, dass sie bei diesem entscheidenden Wochenende viel aufgeregter waren als bei sonstigen Rennen«, berichtete Kraus.

Erfahrenere Nachwuchskräfte wie Gabriel Groß, Maira Jasch und Dominik Mayrhofer »haben das schon routinierter gemacht. Auch Stina Letteboer hat sich gut präsentiert«, freut sich Kogler. Letztlich gelang dies auch Felix Motschmann: Er musste zunächst über 500 Meter eine Disqualifikation hinnehmen, »deshalb gingen anschließend auch die 1500 Meter in die Hose. Anschließend gab es am Abend lange Gespräche, und am nächsten Tag hat er sich sehr stark präsentiert und sich einen Platz für den Weltcup erkämpft«, berichtet Kogler.

Denn da holte sich Motsch- mann (1:15,40) nur knapp hinter Dominik Mayrhofer (1:15,27) die Vizemeisterschaft der A-Junioren über 1000 Meter, über 3000 Meter wurde Motschmann Zweiter hinter Gabriel Groß (3:57,93) und vor Mayrhofer. Groß hatte sich am Vortag bereits über 1500 Meter (1:54,52) knapp vor Mayrhofer (1:54,85) den Titel geholt – beide liefen Saisonbestzeit. Im Massenstart musste sich Groß nur gegen Tobias Schlörb (EV Dresden) geschlagen geben, Dritter wurde Motschmann vor Ede-Konrad Kortlever und Mayrhofer (alle DEC).

Sogar drei Titel für den DEC gab's bei der weiblichen A-Jugend durch Maira Jasch: Über 1500 Meter setzte sie sich in Saisonbestzeit (2:06,24) durch, als Zweite der B-Jugend wurde Stina Letteboer Gesamtvierte. Über 3000 Meter stellte Jasch (4:22,79) erneut eine Saisonbestzeit auf, Dritte wurde ihre Teamkollegin Ashley Völker (4:39,17). Auch den Massenstart entschied Jasch zu ihren Gunsten, Ahsley Völker und Julia Geutner sorgten für ein komplettes DEC-Podest.

Siegerin des Deutschlandcups über 1000 m wurde Anna Ostlender (1:19,88). Sie sicherte sich damit einen Platz im Weltcup der Neo-Senioren, für den vom DEC auch Josephine Heimerl nominiert wurde. Hinzu kommen für den Junioren-Weltcup Maira Jasch und Stina Letteboer sowie Gabriel Groß, Dominik Mayrhofer und Felix Motschmann.

Der Weltcup für Junioren und U 23 findet am kommenden Wochenende in Seinäjoki (Finnland) statt. Dort geht es auch eine Woche später nochmals zur Sache, daher bleiben die Athleten gleich die ganze Zeit in Finnland. »Das ist eine schöne Sache, weil sich da die jungen Sportler besser kennenlernen können. Da entstehen oft schöne Freundschaften«, weiß Heike Kogler.

Sie hebt hervor, dass auch einige andere aus dem DEC-Team überzeugt hätten. So sicherte sich etwa Ashley Völker einen Platz als Ersatzfrau für den Junioren-Weltcup, »auch bei Julia Geutner und Dustin Höhne ist eine gute Entwicklung zu sehen«, freut sich die DEC-Abteilungsleiterin. Auch Lennart Jasch und Richard Herrmann hätten erfreuliche Leistungen geboten.

Sehr auffällig präsentierte sich in Berlin der noch der B-Jugend angehörige Finn Sonnekalb (EC Erfurt): Er war teilweise sogar schneller als die A-Junioren-Sieger. »Er war schon im Vorjahr stark und hat sich noch gesteigert. Das ist ein großes Talent, er ist eine Bereicherung für den deutschen Eisschnelllauf«, lobt Kogler.

Ihm und den starken älteren Inzeller Athleten eifert auch der jüngere Nachwuchs nach, der zuletzt in der Max-Aicher-Arena am Start war. »Für manche von den Kleinsten war das ihr erster Wettkampf überhaupt. Da musste man den Kindern erklären, dass es diesmal ein Wettkampf über zwei Tage war, bei dem jedes Ergebnis in die Gesamtwertung einfließt. Deshalb sollten sie bei Stürzen schnell wieder aufstehen und das Rennen fortsetzen.« Bei der C-2-Jugend wurde der Inzeller Leo Huber Zweiter der Gesamtwertung hinter dem Ukrainer Khotsum Gleb. In der D 2 wurde Emilia Hopf vom DEC Zweite hinter der Polin Sandra Sygura, in der E 2 musste sich Lene Hilbig nur Ana Balescu (Rumänien) geschlagen geben. Von den zwei Läuferinnen der F 2 war Inzells Johanna Kogler die Schnellere. In der F 1 wurde Greta Schwabl hinter einem tschechischen Duo Dritte, bei den Buben der F1 wurde Maximilian Zauner vom DEC Zweiter. Doch gerade für die Jüngeren zählte hier noch mehr das Erlebnis als das Ergebnis.

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