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5:2 in Freiburg

Delaney und Werder eiskalt: Erfolgsserie geht weiter

Werder Bremen spielt beim Sieg in Freiburg alles andere als glänzend, aber hocheffizient. Die Gäste nutzen beim Sieg im Breisgau fast jede Chance aus. Matchwinner ist ihr dänischer Neuzugang.

SC Freiburg - Werder Bremen
Thomas Delaney (r) traf für Werder dreifach. Foto: Patrick Seeger Foto: dpa

Freiburg (dpa) - Der von den Werder-Fans nach Abpfiff lautstark gefeierte Thomas Delaney bekam für seine Tor-Show auch von Trainer Alexander Nouri ein Sonderlob.

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«Dass Thomas sich heute mit drei Toren belohnt und diese Teamleistung krönt ist natürlich großartig», sagte Bremens Coach nach dem 5:2 (2:0) beim SC Freiburg. Der dänische Winter-Neuzugang rundete mit seinem Dreierpack (45. Minute +2/47./85.) eine starke Vorstellung der Bremer ab, die dank des sechsten Spiels in Serie ohne Niederlage einen großen Schritt zum Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga machten.

«Bremen hatte heute natürlich eine Effizienz und einen Spielverlauf - da hofft man jetzt nicht als Gegner, dass das jede Woche so ist», sagte Freiburgs Trainer Christian Streich. Max Kruse (21. Minute) hatte vor 24 000 Zuschauern gegen seinen Ex-Club gleich die erste Werder-Chance zur Führung genutzt. Dem früheren Bremer Nils Petersen (65.) gelang per Nachschuss nach einem parierten Foulelfmeter der Anschlusstreffer - wenig später schlug Fin Bartels (71.) mit einem Traumtor per Hacke erneut für Bremen zu. Vincenzo Grifo (77.) schaffte nur den Anschlusstreffer für den SC.

Werder hat nun drei Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16, Freiburg verharrt im oberen Mittelfeld der Tabelle. «Eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt war es definitiv nicht. Sollten wir demnächst wieder drei Spiele verlieren, sieht es ganz anders aus», sagte Matchwinner Delaney. Schon am Dienstag (20.00 Uhr) geht es für die Bremer mit einem Heimspiel gegen Schalke 04 weiter.

Was Werder über einige Zeit des Spiels anbot, dürfte für die Schalker allerdings nicht reichen. Der eigene Spielaufbau scheiterte immer wieder an individuellen Fehlern im Passspiel. Hatten die Bremer den Ball dann mal längere Zeit in ihren eigenen Reihen, wurde quer oder zurück gespielt.

Für eine der wenigen kuriosen Szenen sorgte Werder dann kurz vor der Pause, als der angeschlagene Robert Bauer (35.) ausgewechselt werden sollte. Santiago Garcia stand bereits zur Einwechselung bereit, der Stadionsprecher verkündete den Tausch - doch dann winkte Bauer ab und wollte doch nicht raus. Als der Linksverteidiger sich nach drei Minuten dann doch überlegt hatte, dass ein Wechsel besser wäre, wurde er beim Verlassen des Feldes von einem Pfeifkonzert begleitet.

Die Passivität der Gäste wussten die Freiburger allerdings kaum zu nutzen. Werder-Stürmer Kruse hämmerte den Ball stattdessen unhaltbar für SC-Keeper Schwolow ins rechte Eck. Aus Respekt vor seinem Ex-Club verzichtete der 29-Jährige allerdings auf den Torjubel.

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff kam es für die Breisgauer dann noch schlimmer. Eine flache Hereingabe des gerade eingewechselten Garcia fand dem im Strafraum lauernden Delaney, der aus wenigen Metern die Führung ausbaute.

Streich reagierte auf das glücklose Spiel seines Teams mit einer ungewöhnlichen Maßnahme. Schon zur Halbzeit tauschte er dreimal aus und brachte unter anderem seinem Top-Joker Nils Petersen ins Spiel. Aber auch diese Maßnahme ging gründlich daneben. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Delaney nach einer Kruse-Flanke das 3:0.

Auch der anschließend von Petersen im Nachschuss verwandelte Strafstoß gab Freiburg nur kurze Hoffnung. Denn wenige Minuten später schlugen die Bremer erneut zu. Auf Vorlage von Delaney zauberte Bartels den Ball per Hacke ins SC-Tor. Den Freiburgern blieb erneut nur der Anschlusstreffer durch Grifo per Fernschuss. Dann schlug erneut Delaney per Kopf zu.

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