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Delikatesse, die Wald und Jägern hilft

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Berchtesgadener Land: Delikatesse, die Wald und Jägern hilft – In Corona-Krise Wildfleisch kaufen
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Damit die heimischen Jäger bei Aufgang der Rehjagdzeit Anfang Mai nicht auf dem schmackhaften Wildfleisch sitzen bleiben, sollte vermehrt auch in den Sommermonaten Wild verzehrt werden. Das nützt, so das Landwirtschaftsamt Traunstein, Wald und Jägern gleichermaßen. (Symbolbild: Ralph Buttler/pixabay)

Traunstein/BGL – Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF) ruft dazu auf, auch in den Sommermonaten verstärkt Wildbret zu verzehren. Denn dieses Naturprodukt sei nicht nur fettarm und nährstoffreich und »damit auch auf dem Grill eine Delikatesse«.


Infolge der coronabedingten Schließung der Gastronomie sei auch der Absatz dieses Lebensmittels gefährdet, wenn am Freitag, 1. Mai, die Jagd auf Rehwild beginnt. Mit dem Verzehr von heimischem Wild könne man daher gerade in diesem Jahr dem Wald und den Jägern helfen.

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Es wäre fatal, so Amtschef Alfons Leitenbacher vom AELF Traunstein, wenn sich Jäger beim notwendigen Abschuss von Rehen zurückhalten würden, weil sie befürchten müssen, dass sie auf dem wertvollen Fleisch sitzen bleiben. Damit würde das Aufwachsen klimatoleranter Mischwälder gefährdet, weil zu viele Rehe vermehrt die Triebe der jungen Bäume abbeißen würden.

Leitenbacher befürchtet, ebenso wie die Vertreter des Bayerischen Jagdverbandes im Berchtesgadener Land und Traunstein, Hans Berger und Josef Freutsmiedl, sowie Stefan Zauner vom Ökologischen Jagdverein, dass die guten Fortschritte der vergangenen Jahre mit rund 70 Prozent Revieren mit »tragbarem« Verbiss zunichte gemacht werden könnten. »Wer in den nächsten Wochen heimisches Wildfleisch vom Jäger kauft, kann also Genuss und Naturschutz in idealer Weise verbinden«, so Leitenbacher. »Mehr regional und bio geht nicht.« Wo es Wildbret zu kaufen gibt, kann bei den Jägervereinigungen erfragt werden.

Gleichzeitig appellierte Leitenbacher auch an die Landwirte, bei der bevorstehenden ersten Mahd der Wiesen Vorkehrungen gegen den Mähtod von Rehkitzen und anderen Kleintieren zu treffen. Vom Aufstellen von Scheuchen über das Absuchen durch den zuständigen Jäger bis zum Einsatz von »Wildrettern« an Mähgeräten oder Drohnen mit Wärmebildkameras gibt es vielfältige Möglichkeiten.

Außerdem ist ab heuer die neu im Naturschutzgesetz verankerte Vorgabe zu beachten, Wiesen ab einer Größe von einem Hektar nur noch von innen nach außen zu mähen. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat zu dem Thema im vergangenen Jahr einen »Mähknigge« herausgegeben, zu finden auf der Homepage www.lfl.bayern.de. fb