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Dem Sieg so nah

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Toni Angerer überlief öfter die Pettinger Abwehr und erzielte auch das 2:2. (Foto: Heger)

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Zuschauer beim Heimspiel der SG Scheffau-Schellenberg gegen den erwartet starken Gast TSV Petting II. Nach hartem Schlagabtausch in der ersten Spielhälfte führte die SG knapp mit 1:0 und diktierte über weite Strecken auch in der zweiten Halbzeit das Spielgeschehen, musste sich jedoch nach einigen Abwehrfehlern mit einem Unentschieden zufriedengeben. Schiedsrichter Georg Berger vom SC Anger zog sich bei einigen strittigen Abseitsentscheidungen den Ärger der Mannschaft und der Zuschauer zu.


Die erste Spielhälfte stand im Zeichen heftiger Zweikämpfe, kein Team schenkte dem anderen auch nur einen Zentimeter Raum. Wenn ein Angriff bis zum Strafraum gelang, wurde er auf beiden Seiten durch konsequenten Einsatz neutralisiert. Erst in der 18. Minute gelang der SG ein schneller Vorstoß über Markus König, dessen Zuspiel über Thomas Anfang zu Toni Angerer gelang, aber am Pettinger Torhüter scheiterte. Schüsse aus der zweiten Reihe von Angerer und Anfang brachten auch nichts ein. Einem Treffer von Marc Alpiger nach einer halben Stunde versagte Berger wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung. In der 32. Minute war es dann doch so weit: Nach einem Kraftakt von Markus Lenz und einer Stafette über Angerer auf Ben Gericke landete die Kugel nach sattem Schuss von Gericke im Tor. Mit der knappen 1:0-Führung ging es in die Pause und man hegte im Lager der SG die Hoffnung auf ein gutes Ende. Im Gegenzug erzwangen die Gäste einen Freistoß aus 25 Metern, den Keeper Stefan Plenk bravourös parierte. Fünf Minuten später war Plenk beim Ausgleichstreffer jedoch machtlos. Als sich die Platzherren anschickten, ihre Abwehrarbeit wieder zu organisieren, landete in der 54. Minute ein abgefälschter Schuss zur erstmaligen Gästeführung im SG-Tor. Wenig später rettete der Pfosten vor einem höheren Scheffauer Rückstand. Dies war jedoch die Initialzündung für die Platzherren, die fortan wieder konsequenter und zielstrebiger agierten. Zunächst scheiterte Lenz noch am Gästetorhüter (54.). Der eingewechselte neue Spieler Michael Warth bediente Angerer, der einen wahren Hammer zum 2:2 in die Maschen donnerte (65.). Danach kam es zu einem offenen Schlagabtausch mit einigen bösen Fouls, jede Mannschaft sah den Erfolg nun greifbar nahe. In der 75. Minute wurde Lenz in aussichtsreicher Position von den Beinen geholt. Der Übeltäter bekam von Berger die »Rote Karte« unter die Nase gehalten. Der gefoulte Spieler trat selbst zum Strafstoß an und donnerte diesen über die Latte.

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Nach einigem Hin und Her knallte Lenz in der 84. Minute einen Scharfschuss aufs Gästetor, den der Torhüter nur kurz abwehrte. Dies nutzte Angerer eiskalt zum 3:2-Führungstreffer. Nun wollte die SG die Führung weiter ausbauen und versuchte über Lenz, Warth und König ihr Glück, scheiterte jedoch immer wieder im Abschluss. Ein Foul an Lenz blieb in der hektischen Schlussphase ungeahndet. Nachdem sich die Scheffauer noch darüber ärgerten, gelang dem Gast in der 88. Minute der neuerliche Ausgleich. Die weiteren Versuche der Platzherren, das Ergebnis noch einmal zu verbessern, wurden überhastet vergeben, sodass sich die SG Scheffau-Schellenberg mit einer Punkteteilung zufriedengeben musste.

SG Scheffau-Schellenberg: Plenk; Maußhammer, Anfang, Angerer, Schuster, Koppenleitner, Alpiger, Andres, Gericke, König, Wendl, Warth, Kos. Christian Wechslinger