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»Der Besucher ist Anarchist« – Doku Obersalzberg feiert 20. Jubiläum

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Die Eröffnung der neuen Ausstellung ist für 2021 geplant. (Grafik: Aicher Ziviltechnik GmbH)

Berchtesgaden – Die Dokumentation Obersalzberg hat sich zu ihrem 20. Jubiläum diesen Sonntag etwas Besonderes einfallen lassen: Anstatt die vergangenen 20 Jahre Revue passieren zu lassen, haben die Verantwortlichen beschlossen, den Fokus auf die Zukunft zu lenken – sie geben einen Ausblick auf die neue Ausstellung, die nach Fertigstellung des Baus im Jahr 2021 eröffnet werden soll. Der »Berchtesgadener Anzeiger« hat sich vorab ein Bild gemacht.


»Eine Ausstellung zu konzipieren, ist mit so vielen Dingen verbunden«, sagt Karin Wabro, Bildungsreferentin an der Dokumentation. »Ob das Entwickelte am Ende bei den Besuchern gut ankommt, weiß davor niemand.« Deshalb will die Dokumentation das bisher Erarbeitete weit vor dem geplanten Eröffnungstermin der Öffentlichkeit präsentieren.

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»Vielleicht hat der ein oder andere Besucher eine Anregung, die noch mit aufgenommen werden kann«, fügt Dr. Mathias Irlinger, ebenfalls Bildungsreferent, hinzu. Am Sonntag dreht sich alles um die Frage, wie die Ausstellung entsteht. Vor Ort sein werden das Konzeptteam vom Institut für Zeitgeschichte München, Mitarbeiter aus der Sammlung, die beiden Bildungsreferenten sowie Gestalter aus einem Berliner Büro. »Wir wollen zeigen, welche Gedanken dahinter stecken«, so Karin Wabro.

Die Ausstellung wird nicht nur inhaltlich neu konzipiert, auch die Räume werden derzeit gebaut. Dafür wird ein weiteres Gebäude in den Hang hinein errichtet. Die »alte« Dokumentation soll in Zukunft Räumlichkeiten für die Bildungsarbeit bieten. »Das ist dringend nötig, wir haben im Jahr rund 1000 Formate und müssen manchen Gruppen sogar absagen, wenn die Räume bereits belegt sind«, sagt Karin Wabro.

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Karin Wabro und Dr. Mathias Irlinger freuen sich darauf, mit den Bürgern am Sonntag in Kontakt zu treten. (Foto: Klein)

Was die neue Ausstellung betrifft, so haben sich die Verantwortlichen darauf geeinigt, einen Rundgang zu erstellen. »Dadurch wird es auch mit den barrierefreien Fluchtwegen einfacher«, erklärt Dr. Mathias Irlinger. Über den »Prolog« gelangen die Besucher in die Ausstellung, weiter geht es durch die Bunkeranlage bis hin zum »Epilog« und zurück ins Foyer.

Termine am Sonntag

Die Dokumentation öffnet am Sonntag um 9 Uhr. Kostenlose Führungen werden um 10, 11, 14, und 15 Uhr angeboten. Besonderer Höhepunkt ist die für 2021 neu geplante Ausstellung: Interessierte können zwischen 14 und 17 Uhr jederzeit einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich mit den Verantwortlichen über das Projekt austauschen.

Unseren vollständigen Bericht über die Jubiläums-Ausstellung finden Sie in der Samstagsausgabe (19. Oktober) des Berchtesgadener Anzeigers.

Lena Klein