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Der Bundespräsident ist »nahbar und bodenständig«

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Martin Auer aus Unterwössen lernte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender kennen.

Unterwössen – »Er ist sehr nahbar und bodenständig.« Martin Auer aus Unterwössen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kennengelernt. Und er findet ihn, wie er im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt erzählt, »sehr sympathisch«. Der 19-jährige Auszubildende hatte das Glück, dass er auf Vermittlung durch die Joachim-Herz-Stiftung in Hamburg zusammen mit 30 anderen Azubis aus Deutschland das deutsche Staatsoberhaupt auf einer viertägigen Reise in die USA begleiten durfte.


Der Bundespräsident hat sich mit dem Lehrling aus dem Achental unterhalten. Und der 19-Jährige ist nun schwer begeistert von Steinmeier. »Er hat sich sehr dafür interessiert, was ich erzähle.«

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Dieses viertägige Erlebnis wird der 19-Jährige sein ganzes Leben nicht mehr vergessen. Die Tage waren für ihn auch und gerade so schön, weil sich der Bundespräsident Zeit genommen hat, mit dem Lehrling zu reden. Im Flugzeug suchte der Bundespräsident das Gespräch mit dem Auszubildenden aus dem Achental. »Wir haben uns eine dreiviertel Stunde unterhalten«, erzählt der 19-Jährige. »Der Bundespräsident wollte wissen, welche Erfahrungen ich in den USA gesammelt habe.«

Der Auszubildende hatte Anfang des Jahres mit einem Stipendium der Joachim-Herz-Stiftung in den Staaten gelebt und gearbeitet. Und er konnte Steinmeier viel darüber erzählen, wie er die Menschen und die Politik wahrgenommen hatte. »Vorgeprägt« von den Berichten in den Medien habe er das Land besucht, in den USA habe er dann aber einen »komplett anderen Eindruck bekommen«, habe er dem Bundespräsidenten gesagt. Er habe gelernt zu differenzieren. Auer: »Die USA ist nicht gleich die USA«. Die Menschen dort seien »alle sehr freundlich«.

Nicht nur Frank-Walter Steinmeier, auch dessen Ehefrau Elke Büdenbender lernte Martin Auer kennen, als er vier Tage lang im Tross des Bundespräsidenten mit dabei war. Und auch sie habe sich »sehr interessiert« gezeigt. Die beiden seien »sehr nett« und »gehen sehr liebevoll miteinander um«.

Martin Auer will Industriemechaniker werden, in der Firma Krones macht er die Ausbildung. »Im Januar werde ich fertig«, erzählt der 19-Jährige. Anfang dieses Jahres war er auf Vermittlung der Joachim-Herz-Stiftung und über das Programm »Azubis in die USA« zehn Wochen lang in den Staaten gewesen.

Diese Stiftung ist eine der zehn größten ihrer Art in Deutschland. Als einzige gibt sie Lehrlingen die Möglichkeit, während ihrer Ausbildungszeit entweder sechs Wochen in einer Universität zu studieren oder zwei Wochen ein Technical College zu besuchen und acht Wochen Praktikum in einer Firma zu machen.

»Zusammen mit einem anderen Krones-Azubi und weiteren 30 Azubis aus ganz Bayern und Hamburg durfte ich im März nach Georgia, in den Südosten der USA, fliegen.« Nach seiner Rückkehr nach Deutschland verging nur eine kurze Zeit. Und schon wieder flog er über den großen Teich – und zwar an der Seite von Frank-Walter Steinmeier.

Der Bundespräsident begab sich auf die Reise in die USA, um das Partnerschaftsjahr zwischen Deutschland und der USA – das Motto lautete »Wunderbar together« – zu beenden. Er wollte Azubis dabei haben, die laut Auer »transatlantische Erfahrung in den USA gemacht haben«. Steinmeier sei auf die Stiftung zugekommen, die dann ihrerseits geeignete Kandidaten vorschlug. Und der 19-Jährige erfüllte ganz und gar die Voraussetzungen. »Ich wurde vom Bundespräsidialamt ausgewählt.«

Und dann begann sie also: die Reise an der Seite des Bundespräsidenten und seiner Frau. Ein Höhepunkt jagte den anderen. So schwärmt der 19-Jährigen jetzt zum Beispiel von der »Präsidenten-Maschine«, mit der abhob und über den Wolken schwebte. »Als Teil der Delegation durfte ich mit einem Airbus A321 der Luftwaffe fliegen.« In den USA logierte er dann in einem Fünf-Sterne-Delegationshotel.

An sämtlichen Terminen von Bundespräsident Steinmeier nahm Martin Auer teil. Unter anderem erlebte er so auch, wie das Boston Symphony Orchestra mit den Leipziger Symphonikern zusammen ein Konzert gab. Und wenn's von einem Ort zum anderen ging, saß er in einer gepanzerten, schwarzen Limousine. »Es war komplett surreal.«