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Rudi Obermaier übernimmt nach elf Jahren das Amt von Irmi Belser – Ehrungen für Mitglieder des Sängerkreises

Der Chiemgau-Chor ist unter neuer Führung

Traunstein – Der Chiemgau-Chor ist unter neuer Führung. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Sailer-Keller wurde Rudi Obermaier zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Die neue Vorstandschaft des Chiemgau-Chors (von links): Zweiter Vorsitzender  Sepp Jaud,  Werner Bock,  Dagmar Görschel, Sylvia Sieber, Ute Mocker, Erster Vorsitzender Rudi Obermaier, Margit Bischlager, Eugen Bartlweber, Silke Baumüller, Corinna Schuhbeck und Chorleiter Michael Felsenstein. (Foto: Rudi Belser)

Er löst nach elf Jahren Irmi Belser an der Spitze des Chors ab. 2. Vorsitzender ist Sepp Jaud, Schriftführerin Margit Bischlager, 1. Kassenwartin Ute Mocker, Stellvertreterin Sylvia Sieber, Notenwartin Dagmar Görschel, Stimmführerin Sopran Silke Baumüller, Stimmführerin Alt Corinna Schuhbeck, Stimmführer Tenor und Chronist Eugen Bartlweber, Stimmführer Bass Werner Bock, Kassenprüfer Reinhold Greger und Renate Sulger.

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Bereits seit September vergangenen Jahres stand fest, dass Irmi Belser und ihre Stellvertreterin Hildegunde Schnitzer ihre Ämter abgeben würden. Daher war genügend Zeit, eine neue Vorstandschaft aufzustellen. Großes Lob von allen Seiten gab es für das außerordentliche Engagement der scheidenden Vorsitzenden. Belser selbst erklärte, dass sie für eine weitere Amtszeit in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stünde. Allerdings habe sie in manchen Bereichen auch deutlich gespürt, dass der große Chor von »jüngeren Händen« geführt werden müsse. Mit Wehmut, aber auch Erleichterung gebe sie dieses Amt ab.

Sie ging in ihrem Bericht auf die vielfältigen und umfangreichen Arbeiten ein, die in ihren elf Amtsjahren angefallen seien. Die Aufzählung machte deutlich, welch enormer Zeit- und Energieaufwand erforderlich ist, um mit einem Chor von 63 aktiven Sängern die gesteckten Ziele zu erreichen.

Chorleiter Michael Felsenstein würdigte die beiden Vorsitzenden Irmi Belser und Hildegunde Schnitzer für die gute Zusammenarbeit. Er hoffe weiterhin auf eine gute Probenbeteiligung, um das Niveau zu halten oder möglichst noch zu steigern und wünschte allen eine gute, mutige Zusammenarbeit.

Auch Rudi Obermaier sprach seinen beiden Vorgängerinnen Anerkennung und Dank für die geleistete Arbeit aus und betonte, er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit mit Michael Felsenstein und den Sängern des Chors.

Chronist Eugen Bartlweber erinnerte an die wichtigsten Stationen des Chorjahrs 2016. Am 16. April fand das Chorfestival der Chöre des Chiemgau-Sängerkreises statt. 13 Chöre waren der Einladung des Kreisvorstands um Irmi Belser und Albert Müller gefolgt; mit dabei auch der Kinderchor »Die Stimmakrobaten«. Am 16. Juli fand das »abwechslungsreiche Sommerkonzert« des Chiemgau-Chors unter der Leitung von Michael Felsenstein in der Franz-Eyrich-Halle statt. Ein besonderes »Schmankerl« boten Julian Melendes und Sonja Rauschenbach vom »Theater DU & ICH« mit ihrer Reise nach Weimar zu Friedrich Schiller. Reiseziel des zweitägigen Chorausflugs war Wien. Neben einem recht amüsanten Stadtführer und einem Besuch beim Heurigen war das Singen in der Kirche des Heiligen Josef auf dem Kahlenberg eine Besonderheit. An die »glanzvolle Adventstation« in der Klosterkirche schloss sich die Weihnachtsfeier des Chiemgau-Chors an. Traditionsgemäß endet das Chorjahr mit dem Friedhofsingen im Waldfriedhof.

Die Kassenprüfer Reinhold Greger und Renate Sulger bescheinigten, dass Kassenwartin Ute Mocker mit Unterstützung von Sylvia Sieber das Kassenbuch gewissenhaft geführt hat. Als Überschuss ist ein Betrag von 851 Euro ausgewiesen.

Für 25-jährige Zugehörigkeit zum Chiemgau-Sängerkreis ehrte Albert Müller, Vorsitzender des Chiemgau-Sängerkreises, Gerti Schmied, Elisabeth Link, Luise Aicher und Sabine Huber mit Urkunden und einem kleinen Geschenk. 40 Jahre gehört Karl-Heinz Würz bereits dem Sängerkreis an. Auch er wurde, in Abwesenheit, geehrt. 50 Jahre gehört Ehrenmitglied Dagmar Görschel dem Chiemgau-Chor an. Sie sorge für die geschmackvolle Dekoration bei Veranstaltungen und als Notenwartin sei sie unermüdlich bemüht, das Notenchaos in Grenzen zu halten, so Müller.

3. Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner betonte, dass der Chiemgau-Chor ein wichtiger Bestandteil im Kulturleben der Stadt Traunstein sei. Besonders erwähnte sie das Singen an Heiligabend auf dem Friedhof. Es sei zudem ein Höhepunkt für die älteren Mitbürger, wenn der Chiemgau-Chor beim Seniorennachmittag die Besucher zum Mitsingen anrege. Wiesholler-Niederlöhner würdigte Irmi Belser für ihr außerordentliches Engagement und für die gute Zusammenarbeit. fb