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Der »FC Bayern des Wintersports«

Schönau am Königssee - Die 62. Jahreshauptversammlung des WSV Königssee fand im Gasthaus »Echostüberl« statt und zog exakt 100 Mitglieder ins Lokal. Vorstand Hannes Schneider freute sich sowohl über die große Anzahl an Mitgliedern als auch über die Anwesenheit vieler Ehrengäste. Aus allen Beiträgen der Referenten ging hervor, welch gute Arbeit in einem der erfolgreichsten deutschen Vereine geleistet wird.

Peter Hüttinger (r.) zeichnete als Vorsitzender des SV Chiemgau mehrere verdiente Funktionäre des WSV Königssee aus. Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Nach den Grußworten an die Versammlung gedachte man der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder Georg Eder, Horst Faupel und Hans-Peter Schweiger. Im Rückblick auf das letzte Vereinsjahr sprach Vorsitzender Schneider von großen Erfolgen, welche vornehmlich die Kufensportler, aber auch die Skiläufer eingefahren haben. Von der Vorstandschaft des WSV Königssee wurden nicht weniger als 30 Aktive aus sechs verschiedenen Sportarten für ihre großartigen Leistungen geehrt. Saisonhöhepunkte waren zwei Rodel- sowie ein Bob- und Skeleton-Weltcupbewerb. Der Verein führte im Weiteren mehrere Skirennen durch. Das 48. Seefest war zwar nicht das erfolgreichste, dennoch zeigten sich die Verantwortlichen trotz des durchwachsenen Wetters mit dem Ergebnis zufrieden. Im Rahmen des Seefestes führte der WSV Königssee auch den 16. Königssee-Lauf durch.

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Wie in anderen Vereinen ist auch beim WSV Königssee ein Mitgliederrückgang zu verzeichnen, von 754 auf 717. Als erfreulich bezeichnete der Vorstand jedoch die Zahl von 207 Kindern im Verein. Neben der Durchführung von Veranstaltungen steht die Förderung des Nachwuchses beim WSV Königssee ganz oben in der Prioritätenliste. Derzeit gehören 60 Sportler einem Kader an, 80 beteiligen sich aktiv am teilweise sehr kostenintensiven Rennsport. Zum Schluss seiner Ausführungen dankte der langjährige Vorstand Hannes Schneider allen, die sich für das Wohl des WSV Königssee immer wieder ehrenamtlich einsetzen.

Die Finanzlage des WSV Königssee stellt sich als gesichert dar, fraglos auch ein Verdienst von Kassierin Mucki Köllhofer sowie von Sonja und Robert Pletzer. Die Kassenrevisoren Andrea Aschauer und Maresa Brandner bescheinigten eine perfekt geführte Kasse.

Die Berichte der Abteilungsleiter lagen in schriftlicher Form auf den Tischen. Darin enthalten waren in erster Linie die vielen sportlichen Erfolge, über die während der gesamten Saison regelmäßig berichtet wurde.

Es gibt in Deutschland sicher nicht viele Vereine, die gleich in mehreren Sportarten so viele Erfolge wie der WSV Königssee vorweisen können, verkündete der Vorstand stolz. Bürgermeister Stefan Kurz setzte sogar noch einen Akkord drauf, indem er den WSV Königssee als den FC Bayern München des Wintersports bezeichnete. Überhaupt zeigte sich Kurz mit dem Verein sehr zufrieden und schloss sich den Lobesworten des Vorstands für alle fleißigen Helfer und die erfolgreichen Sportler an.

Eine geringfügige Beitragserhöhung wurde von der Versammlung problemlos angenommen. Der schönste Tagesordnungspunkt fast jeder Versammlung sind die Ehrungen verdienter Mitglieder. Dabei ehrte Vorstand Hannes Schneider eine größere Anzahl erfolgreicher Sportler sowie langjähriger Mitglieder.

Der Vorstand des Skiverbandes Chiemgau, Peter Hüttinger, bedachte verdiente Funktionäre des WSV Königssee im Namen seines Verbandes und des Bayerischen Skiverbandes mit Auszeichnungen. Besonderen Dank sprach Hüttinger dem Vorstandskollegen Hannes Schneider aus. Josef Wenig erhielt den Ehrenbrief des SV Chiemgau. Peter Althaus, Erich Güll und Klaus Ruske freuten sich über die Silberne Ehrennadel. Hannes Schneider und Toni Lankes wurden für ihr Lebenswerk mit der Silbernen Ehrennadel des Bayerischen Skiverbandes bedacht. Schließlich erhielt Bürgermeister Kurz für den Einsatz zum Erhalt der Sportstätten und der Jennerbahn den Ehrenwimpel des SV Chiemgau.

»Wir brauchen den Jenner, den Götschen und all unsere weiteren Lifte im Talkessel für den Leistungs-, aber vor allem auch für den Breitensport dringend. Von Schellenberg bis zum Chiemsee gibt es nur wenige Möglichkeiten, den Skisport auszuüben. Wie zu lesen war, wurde der Lift in Ruhpolding bereits wieder geschlossen«, so Peter Hüttinger. Christian Wechslinger