weather-image
13°

Der Frühling als Corona-Feind?

0.0
0.0
Frühling
Bildtext einblenden
Bestimmte Sonnenstrahlen schaden dem Coronavirus. Auch deshalb freuen sich manche auf den Frühling. Foto: Felix Kästle/dpa Foto: dpa

Es gibt viele Gründe, sich auf den Frühling zu freuen: Die Sonne fühlt sich warm an auf der Haut, die Natur wird wieder bunt. Dieses Jahr hoffen manche Leute aber auch, dass der Frühling im Kampf gegen das Coronavirus hilft.


Endlich wieder raus! Stundenlang auf den Spielplatz sein oder eine Radtour zum See machen. Im Frühling genießen die Menschen die lang vermisste Sonne besonders. Außerdem ist es länger hell, man kann wieder mehr draußen sein.

Anzeige

Dieses Jahr ist die Freude darüber wohl noch größer. Schließlich waren wir wegen des Coronavirus dauernd Zuhause. Außerdem hoffen manche Leute, dass sich das Virus nun schlechter verbreitet. Denn vergangenes Jahr im Sommer steckten sich weniger Menschen damit an.

Ein Grund ist etwa: Bestimmte Strahlen der Sonne können einen Teil des Virus zerstören und es unschädlich machen. Ein anderer: Bei Temperaturen um zehn Grad Celsius fühlt sich das Coronavirus besonders wohl. Dann sei die Hülle, die es umgibt, besonders stabil. »Je wärmer es wird, desto mehr nimmt die Stabilität ab«, erklärt der Experte Ulf Dittmer. Dann kann die schützende Hülle platzen.

Außerdem arbeitet unser Immunsystem zum Schutz vor Krankheiten im Sommer anders als Winter. »Das heißt, im Sommer ist unser Immunsystem besser darin, neue Keime schnell und effizient abzuwehren«, erklärt eine Forscherin. Das gelte dann auch für das Coronavirus.

Doch nicht nur die Jahreszeit beeinflusst, ob sich das Virus ausbreitet. Wichtig sei auch, wie wir uns in der nächsten Zeit verhalten, meinen Experten. Schaffen wir es etwa, uns weiter an die anstrengenden Corona-Regeln zu halten? Das muss man erst noch sehen.

Noch etwas kommt hinzu: Im Laufe der Zeit hat sich das Coronavirus teilweise verändert. Fachleute sprechen von Mutanten. Manche sind viel ansteckender. Deshalb sind Forscher vorsichtig. Sie wissen noch nicht, wie sich die Mutanten in der warmen Jahreszeit verhalten.

Immerhin ist klar: »Wenn sich das ganze Leben verstärkt draußen an der frischen Luft abspielt oder Räume durchgehend gut gelüftet werden, ist das Übertragungsrisiko natürlich geringer«, erklärt die Forscherin Stephanie Pfänder.

Einstellungen