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Der Hackl Schorsch und 542 Wettkämpfer

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Endspurt: Der letzte Anstieg hat es in sich und fordert den Wettkämpfern das Letzte ab. Im Gegensatz zu zivilen Wettkämpfen haben die Soldaten militärisches Gepäck zu tragen. Fotos: Bundeswehr
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General Michael Matz, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Schirmherr Georg Hackl und General Johann Langenegger, Führer der 10. Panzerdivision (v.l.), freuen sich über die Eröffnung der Divisionsmeisterschaften.

Bischofswiesen (Gbj) – Brigadegeneral Johann Langenegger eröffnete am Montag im Skizentrum Götschen die Internationalen Divisionsskimeisterschaften. Vor rund 650 Soldaten und umrahmt vom Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen begrüßte der General, derzeit Führer der 10. Panzerdivision in Sigmaringen, die Wettkämpfer der Bundeswehr, ziviler Dienststellen und zwölf ausländischer Mannschaften.


»Ich freue mich, auch die letzten Soldaten der Division wieder in der Heimat begrüßen zu können, die eben erst aus dem Auslandseinsatz im Kosovo und Afghanistan zurückgekehrt sind«, so Langenegger. Bereits im Vorfeld zollte er den Einsatzrückkehrern seine Anerkennung, da sie nur einen minimalen Zeitraum zur Vorbereitung auf die Wettkämpfe hatten.

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Erfreut kündigte der in Bad Reichenhall lebende General den Schirmherren der Veranstaltung an: »Er ist Bischofswieser, er ist ein Aushängeschild für die Region und er ist Soldat. Der Hackl Schorsch ist einer von uns«. Stabsfeldwebel Georg Hackl, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger, trat ans Rednerpult und erklärte, dass es ihn mit Stolz erfülle, in diese Meisterschaft eingebunden worden zu sein.

Als sich dann im Startbereich die 225 Wettkämpfer des ersten Durchgangs sammelten, bot sich ein beeindruckendes Bild: Im Schneetarnanzug und mit militärischem Gepäck stellten sie sich zum Start auf und stürmten gleichzeitig los, als das Startsignal ertönte.

Schon nach wenigen hundert Metern hatte sich das Feld aber etwas in die Länge gezogen. 300 Höhenmeter mussten im Aufstieg erklommen und anschließend rasant abgefahren werden.

In der Wechselzone zog man dann die Steigfelle für den letzten, besonders steilen Anstieg zum Ziel wieder auf.

Bereits nach zwanzig Minuten schoss der Stabsgefreite Josef Rottmoser, Soldat im Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall und amtierender Weltmeister im Skibergsteigen, mit großem Abstand vor seinen Verfolgern in die Wechselzone und machte sich an den Endspurt. Er gewann den Wettkampf mit einer beachtlichen Zeit von 22:05,4.

Auf dem zweiten Platz in der Klasse der aktiven Soldaten landete der Oberstabsgefreite Thomas Trainer, gefolgt vom Gefreiten Josef Huber.

Alle drei sind Leistungssportler, stammen aus dem Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall und ließen anderen teilnehmenden Verbänden und Einrichtungen und ihren Wettkämpfern keine Chance.