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»Der kleine Teufel Rubo«

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Die Rubofamilie vermisst den kleinen Teufel Rubo. Seine sieben Geschwister wollen ihn daher suchen (Foto: T. Eder)

Grassau – Genauso lieben Kinder moderne Märchen, phantasievoll, ein wenig mystisch und vor allem mit einem glücklichen Ausgang. Dies alles wurde bei der Aufführung »Der kleine Teufel Rubo« vom Kinder- und Jugendtheater Grassau gezeigt.


Vier Monate dauerte es, um dieses Theaterstück nach dem gleichnamigen Kinderbuch von der Grassauer Kinderbuchautorin Gudrun Bielenski zu proben. Die 13 Darsteller schlüpften bei der Premiere in 37 Rollen und spielten fast 90 Minuten am Stück durch. Musikalisch begleitet wurden die Schauspieler aus fünf Schulen von der ersten bis zur achten Klasse von Schülern der Musikschule Grassau. Otto Dufter stellte das musikalische Programm für drei Gitarren (Magdalena Hannappel, Katharina Nißl und Hannah Fuchs), eine Querflöte (Alina Zeiler) und Percussion (Moritz Entfellner) zusammen.

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Der kleine Teufel Rubo, gespielt von Lisa Schubert, fällt beim Spielen in eine andere Welt und dem bösen Zauberer Saruzzo (Leann Crnkovic) in die Hände. Die Fee Rosalie (Helen Fischer) hilft dem kleinen Teufelchen, der Feuer spucken kann, aus dem Reich des Zauberers. Doch Rubo landet nicht in der Welt der Rubos, sondern bei den Erdenmenschen. Dort lernt er Linus (Anna-Maria Goy) und dessen Dackel Moritz (Franziska Schneider) kennen, die dem kleinen Teufel helfen wollen, in seine Heimat zu gelangen. Vorher gilt es einige Aufgaben zu bestehen. Rubo möchte die Stadt erkunden und platzt beim Schulbesuch in eine Theateraufführung. Aus Angst flüchtet er in eine Kirche, wird dort eingesperrt, gelangt mit Hilfe von Gespenstern wieder aus dem Turm und zurück zu Linus. Dessen Eltern sind nicht begeistert von dem Teufelchen mit den roten Strümpfen und den kleinen roten Spitzohren. Rubo möchte zu seiner Familie zurück. Auch hier helfen ihm die Fee, Linus und dessen Freunde. Schließlich trifft Rubo im Schloss auf seine Familie und alles wird gut.

Erzählt wird ein spannendes Märchen um Angst, Heimweh, Neugier aber auch um tiefe Freundschaft und Vertrauen. Gudrun Bielenski hatte ihr Kinderbuch als Theaterstück umgeschrieben. Untermalt mit der Musik, den vielen, kurzen, aber prägnanten Dialogen ist den Verantwortlichen und den Darstellern ein interessantes, kurzweiliges Theaterstück gelungen. Auch die abwechslungsreiche Kulisse war hervorragend gewählt. Anerkennung verdienen zudem die Kostüme. Teils mussten die Kinder mehrfach die Kostüme wie auch die Rollen wechseln. Ein Kind (Philipp Zattler) schlüpfte sogar in sieben unterschiedliche Rollen.

Die Freude am Spielen war den jungen Darstellern, darunter auch Anna Pieperdinger, Johanna Feichtlbauer, Paula Schubert, Leonie Endres, Blerona Kadiri, Riona Kadiri und Zara Bienert, anzusehen.

Die Spannung, wie es mit Rubo weitergehen würde, hielt das junge wie ältere Publikum in Atem. Selten sieht man einen vollen Saal mit Kindern und Erwachsenen über so lange Zeit so aufmerksam und ruhig. Den Organisatoren, neben der Autorin, den Regisseuren Brigitte Rohrmeyer, Susi Speckbacher, Monika Sailer und Anette Grimm gebührt Hochachtung. Ihnen ist es gelungen, die Kinder der unterschiedlichen Altersstufen zu dieser hervorragenden Aufführung zu leiten und vor allem zu motivieren. Schade ist jedoch, dass dieses Stück kein weiteres Mal gezeigt wird. tb