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Der neue Chef will endlich raus

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Boris Johnson
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Boris Johnson wird das Amt des Regierungschefs in Großbritannien übernehmen. Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa Foto: dpa

Jede Menge Beifall hallte durch den Saal, als sein Name bekannt gegeben wurde: Boris Johnson. Damit war am Dienstag klar, dieser Mann hatte eine wichtige Abstimmung gewonnen.


Deshalb soll er nun der neue Chef der Regierung von Großbritannien werden.

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In der Politik arbeitet Boris Johnson schon lange. Er war zum Beispiel Bürgermeister von Großbritanniens Hauptstadt London und Minister. Doch sein neuer Job könnte besonders schwierig werden. Es geht um den Brexit. Davon ist schon seit einigen Jahren die Rede. Gemeint ist der Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union, einem Zusammenschluss aus bislang 28 Ländern - kurz EU.

In der EU sind die Länder an vielen Stellen seit langem eng miteinander verknüpft. Es ist schwer, diese Verbindungen so fair wieder aufzulösen, dass möglichst wenige Nachteile für alle Länder entstehen.

Bisher hatte das Theresa May als Chefin der Regierung versucht. Zunächst verhandelte sie lange mit der EU und dann auch mit den Politikern in ihrem Land, um das Land zum Brexit zu führen. Aber es gab keine Einigung darüber, wie genau dieser Ausstieg aussehen sollte. Auch Boris Johnson fand nicht gut, wie Theresa May das machte und sagte das auch laut. Am Ende musste sie zurücktreten.

Boris Johnson hat nun versprochen: Er will Großbritannien bis Ende Oktober aus der Europäischen Union geführt haben. Das sind nur noch ungefähr drei Monate. Jedoch ist immer noch nicht klar, wie das gehen soll. Und wie danach Großbritannien und die anderen EU-Länder zum Beispiel mit ihren Grenzen umgehen und den Handel regeln.

Manche Leute befürchten, es könnte ein großes Chaos geben, wenn das alles ohne genaue Absprachen geschieht. Trotzdem rief Boris Johnson am Dienstag in seiner Rede: »Wir kriegen den Brexit geregelt!«