Der Qualität des Grundwassers auf der Spur

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Experten im Labor untersuchen die Wasserproben, beispielsweise auf ihren pH-Wert.

Der Qualität des Grundwassers auf der Spur ist das Wasserwirtschaftsamt Traunstein. An verschiedenen Orten im Amtsbezirk haben die Experten Messstellen eingerichtet, an denen sie Wasserproben aus dem Untergrund entnehmen und anschließend im Labor untersuchen. Dieses Netz aus Messstellen wird derzeit von 23 auf 35 Messstellen erweitert, weitere sind für die kommenden Jahre geplant.


Ziel ist es, noch mehr zu erfahren über die Beschaffenheit des Grundwassers in den Landkreisen Traunstein, Altötting und Berchtesgadener Land. Eine wichtige Aufgabe, denn Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut für alle Menschen. Daran erinnert auch der Weltwassertag am 22. März, den die Vereinten Nationen in diesem Jahr unter das Motto »Valuing Water« gestellt haben: »Wert des Wassers«.

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Der Schutz des Wassers ist in Deutschland Aufgabe des Staates. Wasserbehörden beurteilen Nutzungen von Gewässern und beobachten den Zustand des Grundwassers, von Flüssen und Seen. An den Grundwasser-Messstellen des Wasserwirtschaftsamts Traunstein nehmen die Fachleute Wasserproben. Dazu wird eine Pumpe in die Messstelle eingebracht und ein Schlauch montiert, über den zunächst das anstehende Wasser mindestens 15 Minuten lang abgepumpt wird. Erst dann kann das Wasser gesammelt werden, über den Schlauch läuft es in Probenflaschen. Bis zu zwanzig Flaschen Wasser kommen schließlich ins Labor.

Dort untersuchen sie die Experten auf eine Vielzahl von Parametern, etwa auf den pH-Wert, die Temperatur und auch auf den Gehalt von Phosphor, Nitrat oder Pflanzenschutzmitteln. Da sich Grundwasser sehr langsam durch den Untergrund bewegt, ändert sich seine Beschaffenheit ebenfalls nur langsam. Daher reichen ein oder zwei Beprobungen pro Messstelle im Jahr aus. Stellt sich heraus, dass der Zustand des Grundwassers nicht in Ordnung ist, sind Gegenmaßnahmen erforderlich.

Die Informationen über das Grundwasser, die man dank der staatlichen Messstellen ermitteln kann, liefern einen Überblick zur Grundwasserqualität insgesamt und bilden darüber hinaus eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Vorhaben von Kommunen, Privatpersonen oder auch von Betrieben, die das Grundwasser als Trink- oder Brauchwasser nutzen möchten.

Die Zahl dieser Informationen will das Wasserwirtschaftsamt Traunstein mit Hilfe der neuen, zusätzlichen Messstellen deutlich erhöhen. »Wir möchten einfach noch besser Bescheid wissen über unser höchstes Gut und das können wir umso besser, je mehr Messstellen wir haben«, sagt Inga Grote, Fachbereichsleiterin Monitoring am Wasserwirtschaftsamt Traunstein.

Mit der Qualität des Grundwassers in den drei Landkreisen ist das Amt weitgehend zufrieden: »Die Grundwasserqualität am Alpenrand ist gut, die Nitratbelastung ist meist niedriger als in anderen Teilen Bayerns, was mit den vergleichsweise hohen Niederschlagsmengen am Alpenrand und der Art der Landbewirtschaftung – mehr Grünlandwirtschaft als Ackerbau – zusammenhängt. Weiter nördlich ist die Grundwasserqualität insgesamt nicht mehr ganz so gut wie direkt am Alpenrand, dort fällt weniger Niederschlag und die immer häufiger werdenden Trockenphasen verschärfen die Situation zusätzlich«, teilt das Amt in einer Pressemeldung mit. Die Ergebnisse der Untersuchungen zu Grundwasser sowie Flüssen und Seen können auf der Internetseite des Gewässerkundlichen Diensts Bayern eingesehen werden. Auf der Internetseite des »Umweltatlas Bayern« erhält man Einblick in den Zustand der Gewässer.

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