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Der Sieger hätte sich fast verlaufen

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Zum zweiten Mal nach 2016 Sieger auf dem Högl: Stefan Knopf aus Bischofswiesen. (Foto: Bittner)

Beim 39. Internationalen Sparda-Högl-Berglauf konnte sich das Wetter wieder einmal nicht recht entscheiden: Dunkle Regenwolken passierten zügig den Högl, verbunden mit starken Windböen, die Temperaturen durften getrost als »frisch« tituliert werden.


Letztlich blieb es wie 2017 trocken – und so herrschte nahezu ideales Laufwetter. Das freute freilich das Organisations- und Helferteam des Högl-Berglaufs rund um den Vorstand des SC Ainring, Olaf Tanner. Zahlreiche Zuschauer säumten zudem die Strecke.

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Pünktlich starteten 24 Kinder, Schüler und Jugendliche zu ihrem Gipfel-Sprint. Die Jahrgänge 2007 und jünger über 900 Meter mit rund 70 Höhenmetern. Die Schnellsten waren Sebastian Rabacher vom gastgebenden SC Ainring in 5:07 Minuten und Vorjahressiegerin Amelie Spitzl vom TSV Teisendorf in 5:11. Die Jahrgänge 2003 bis 2006 überwanden 1 000 Meter mit 100 Höhenmetern. Hier dominierte Nick Hafner (SG Hausham) in 5:30 Minuten, dicht gefolgt von Moritz Freyer (SC Ainring/5:31) und Sophia Schwarz (SG Hausham), die in 5:36 Minuten einen neuen Streckenrekord bei den Mädchen aufstellte.

Den Start des Högl-Hauptfeldes organisierte Heini Abfalter. Mit dem traditionellen Böllerschuss schickte Peter Götzinger das Feld mit 13 Frauen und 54 Männern auf die anspruchsvolle 3,9 Kilometer lange Strecke mit 320 Höhenmetern und einem knackigen 70 Meter-Schlussanstieg. Rasch setzte sich Stefan Knopf aus Bischofswiesen, Mitglied der deutschen Skibergsteiger-Nationalmannschaft und der Spitzensportförderung bei der Bayerischen Polizei, vom Feld ab und holte sich in 16:22 Minuten einen souveränen Sieg. Dabei »verlief« sich der für den DAV Berchtesgaden startende 20-Jährige kurz vor dem Ziel um ein paar Meter, weil er zunächst falsch abbog. Dadurch büßte er sogar noch ein paar Sekunden ein. Ansonsten hätte er vermutlich die gleiche Zeit wie 2016 – 16:16 Minuten – erzielt. Damals gewann er den 37. Högl-Berglauf. Mit seiner aktuellen Zeit lag Stefan Knopf 50 Sekunden über dem Streckenrekord von Daniel Sonntag (2007 mit 15:32 Minuten).

Gut einen Monat nach seinem 50. Geburtstag folgte auf Rang 2 Routinier Stefan Holzner in 17:25 Minuten. In 2:58 über die 1 000 Meter auf der Bahn hatte sich der schnelle Mann vom Thumsee – jüngst mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Bad Reichenhall ausgezeichnet – vor Kurzem an die Spitze der deutschen Bestenliste seiner Altersklasse gesetzt. Im Kampf um Bronze am Högl platzierte sich Florian Rausch (LG Nußdorf) in einem echten Zielsprint mit nur einer Sekunde Vorsprung vor dem schnellsten Ainringer Starter , Matthias Schweiger (17:43). Bei den Damen konnte die Salzburgerin Christina Schörghofer (LaSportive-Runnning) vom Lauftreff Nußdorf ihre Vorjahreszeit deutlich steigern. In 21:30 Minuten – 46 Sekunden schneller als 2017 – setzte sie sich gegen Sarah Völkel vom SC Ainring (21:46) durch. Platz 3 ging in 22:21 an Lokalmatadorin Katharina Pickl vom SC Anger.

SCA-Vorstand Olaf Tanner führte die Siegerehrung durch, die Dank der professionellen Zeitnahme und Auswertung durch das »Team BGL« mit Sebastian Kimmeringer und Franz Baum pünktlich über die Bühne an der Ski-Club-Hütte gehen konnte. 91 Läufe hatten sich insgesamt an den Start in Ainring begeben, alle erreichten wohlbehalten das Ziel.

Einmal mehr reisten Bergläufer aus dem benachbarten Salzburger Land, genauso wie Dauergast Tony Flaim mit Sohn Jonas aus Eppan in Südtirol an. Eine besondere Freude war es für Tanner und sein Team, Pfarrer Wernher Bien, der für den Pfarrverband Ainring antrat, am Start begrüßen zu dürfen. In 24:31 Minuten stellte der Geistliche seine gute Form unter Beweis.

Die beiden Titelverteidiger Wolfgang Klinger und Stephanie Koch-Klinger kamen heuer nicht zum Start. Der Bewerb war die dritte Veranstaltung des EuRegio-Zwei-Länder-Laufcups, der bereits am Sonntag mit dem 3. Fuschlsee-Halbmarathon fortgesetzt wurde. Weiter geht es in der Serie am 15. September mit dem 24. Walser Dorflauf. Hans-Joachim Bittner