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So sah die erste Mannschaft des SV Surberg in der Saison 1972/1973 aus. Am Wochenende feiert der Verein seinen 50. Geburtstag nach. Los geht's bereits am morgigen Freitag mit den Spielen der E-Jugend auf dem Sportplatz, um 18.30 Uhr findet das Spiel gegen den Bayernligisten SV Kirchanschöring statt.

Der Sportverein Surberg feiert seinen 50. Geburtstag nach

Surberg – Wie manch anderer auch, so feiert nun der Sportverein Surberg seinen 50. Geburtstag nach, der im vergangenen Jahr pandemiebedingt nicht gefeiert werden konnte. Ein Höhepunkt ist sicher am Freitag um 18.30 Uhr am Sportplatz ein Fußballspiel gegen den Bayernligisten SV Kirchanschöring.


»Wie schon vor zehn Jahren haben die Verantwortlichen des SVK keine Sekunde gezögert und sofort zugesagt«, so Mitorganisator Bernd Billinger. »Der Kontakt zum SVK über Tom Dengel und Manfred Abfalter ist sehr unkompliziert. Die Jungs bringen sogar noch zwei Dauerkarten für die Saison 22/23 und drei mal zwei Eintrittskarten für ein Heimspiel mit«. Diese werden in der Halbzeitpause unter den Zuschauern verlost. Bereits ab 17 Uhr finden am Sportplatz E-Jugend-Spiele statt und es gibt ein kleines Rahmenprogramm. Ab 21 Uhr steigt dann in der Surtalhalle eine DJ-Party für Jung und Alt.

Am Samstag gibt's ein »Spiel ohne Grenzen«

Am Samstag geht es dann ab 13 Uhr am Sportplatz weiter mit einem »Spiel ohne Grenzen«. Hier werden verschiedenste Stationen für Jung und Alt aufgebaut. Ab 19 Uhr findet dann der Festabend in der Surtalhalle statt. Umrahmt wird der Festabend von der Musikkapelle Surberg-Lauter.

Ebenfalls gefeiert wird das 20-jährige Bestehen des Jugendfördervereins des SV Surberg. Seit Gründung im März 2001 unterstützt er mit seinen derzeit rund 120 Mitgliedern die Jugendarbeit des SV Surberg. Grundgedanke ist die Förderung des Sports im Nachwuchsbereich. Mit Beiträgen und Spenden leistete der Verein in den letzten 20 Jahren Zuschüsse zur Betreuungsarbeit von Jugendtrainern und unterstützte junge Sportler bei Trainingslagern, -materialien und -bekleidung, erklärt der Vorsitzende des Jugendfördervereins, Ernst Huber.

Die rege Bautätigkeit in Lauter Ende der 60er Jahre führte zur Gründung des Sportvereins. Da die Bolzplätze am Bahnhof und in der Lauterer Siedlung wegen des Baus von Wohnhäusern aufgegeben werden mussten, wandten sich Jugendliche wegen eines neuen Platzes an die Gemeinde. So entstand die Idee der Gründung eines Sportvereins.

Nach einer Besprechung am 30. April 1971 mit 20 Teilnehmern traf man sich am 21. Mai 1971 im Wirtshaus Lauter. Nach Vorschlag von Sepp Haberlander wurde bei dieser Versammlung von 44 Teilnehmern der Sportverein gegründet und zugleich eine Vorstandschaft gewählt.

Nach einem Jahr waren dem Sportverein bereits 214 Mitglieder beigetreten. Unter Leitung des Bürgermeisters Georg Hunglinger wählte der damalige Gemeinderat das Grundstück an der Volksschule für den neuen Sportplatz aus. Der Bau begann am 21. Januar 1972 – eingeweiht wurde er im Rahmen einer Festwoche im Juli 1974. Die Patenschaft für den Verein übernahmen die Sportfreunde vom SV Neukirchen. 1977 wurde der Bau eines Sportheims beschlossen, das mit enormer Eigenleistung nach knapp drei Jahren Bauzeit 1980 fertig wurde.

1983 beschlossen die Mitglieder den Bau der Tennisplatzanlage, denn der Spielbetrieb musste bisher in Traunstein abgehalten werden. Am 16. Juni 1985 wurde die Anlage eingeweiht, ein dritter Platz entstand 1994. Im Rahmen einer Festwoche zum zehnjährigen Bestehen wurde 1981 eine Vereinsstandarte angeschafft und geweiht.

Schon bald nach der Vereinsgründung bildeten sich erste Abteilungen. Dabei machten gar nicht die Fußballer den Anfang. Älteste Abteilung im Verein ist die Damengymnastik, gegründet im Herbst 1971. Bis heute wird dieses beliebte Training angeboten. 1972 wurde die Fußballabteilung ins Leben gerufen. Am 5. Juli 1972 wurde auf dem damaligen Hartplatz – auf dem jetzt die Tennisanlage steht – das erste Training unter Leitung von Wolfgang Linsenmaier abgehalten. Das erste Freundschaftsspiel wurde gegen den SV Seebruck unglücklich mit 3:5 verloren. Furios war der Auftakt in der Punktspielrunde 1972/73. Gegen den SV Leobendorf (5:3) und TSV Tengling (3:1) wurden beide Spiele gewonnen. 1973 nahmen die ersten Nachwuchsmannschaften den Spielbetrieb auf.

Am Ende der Saison mussten sich die Fußballer jedoch mit dem elften Platz zufriedengeben. So richtig aufhorchen ließ die Fußballabteilung erstmals in der Saison 1984/85. Unter dem damaligen Trainer Rolf Steinmüller aus Thannreit erreichte man die Vizemeisterschaft und scheiterte erst im dritten Aufstiegsspiel sehr unglücklich mit 10:11 nach Elfmeterschießen am SV Amerang.

Danach wurde es um den Surberger Fußball wieder ruhiger. Erreichte man in den Folgejahren noch gute Mittelfeldplätze, so zierte man ab Anfang der 90er Jahre nur mehr Plätze in den unteren Tabellenregionen. Mit der Aufstufung der C-Klassen in A-Klassen drohte in der Saison 1998/99 sogar der Abstieg in die B-Klasse. In der Winterpause wurde der Bergener Manfred Mühlberger als neuer Trainer gewonnen. Der Abstieg wurde gerade noch abgewendet und es begann die erfolgreichste Zeit des Surberger Fußballs.

Scheiterte man in der Saison 2002/03 als Vizemeister noch im Entscheidungsspiel am Aufstieg, so stellte sich ein Jahr später der bisher größte Erfolg ein, die Truppe um Torjäger Greisberger, Strehhuber & Co. feierte die Meisterschaft in der A-Klasse und damit den Aufstieg in die Kreisklasse. Nach dem Abstieg aus der Kreisklasse 2006 musste man nur drei Jahre später sogar den bitteren Gang in die B-Klasse antreten. Danach ging es zwischen A- und B-Klasse hin und her bis zum Wiederaufstieg in der Saison 21/22 in die A-Klasse.

Eine besondere Ehre wurde dem Verein mit der Teilnahme am olympischen Fackellauf am 23. August 1972 zuteil. Zum Fackelläufer wurde Hans Hofmann ausgewählt, der von sechs Mitgliedern auf der Bundesstraße von Surtal nach Au begleitet wurde.

1972 wurde auch die Tischtennisabteilung gegründet. Allerdings dauerte es bis 1976, als man erstmals in den Punktspielbetrieb eingriff. Seither wurden viele Erfolge bei den Jugend- und Herrenmannschaften verzeichnet. Die größten Erfolge erreichten die Erwachsenen 1990 mit dem Gewinn des Dreier-Pokals und den Meisterschaften in der zweiten Kreisliga 1980,87,89 und 2003.

Die Skiabteilung wird erstmals 1973 erwähnt. Am 21. Januar 1973 wurde auf der Loipe von Surberg über Au nach Knappenfeld der erste Skiwandertag ausgerichtet. Danach wurden viele interne Skirennen veranstaltet. Das beliebte Skigymnastiktraining, jetzt Winterfit, wird jährlich von Oktober bis April angeboten. Die Skiabteilung wurde 2010 aufgelöst und die Skigymnastik/Winterfit in die Abteilung Turnen integriert.

1974 machten erstmals die Leichtathleten auf sich aufmerksam. Diese Abteilung hat sich ab 2014 erweitert mit intensivem Kinder-/Jugendtraining, und auch im Erwachsenenbereich wurde Sport angeboten. Die Abteilung richtete von 1983 bis 1995 drei Kreismeisterschaften im Wald-/Crosslauf aus. 1982 kam die Sparte Kinderturnen dazu, die auch in die Abteilung Turnen eingegliedert wurde. 2000 wurde die Abteilung Volleyball gegründet; ermöglicht natürlich erst mit Nutzung der neuen Turnhalle, die im März 2000 fertig wurde.

Schulturnhalle ermöglichte erweitertes Angebot

Seit die Gemeinde nach dem Schulsport die neue Schulturnhalle unentgeltlich zur Verfügung stellte, konnte der Verein das sportliche Angebot auch im Innenbereich erweitern. In der kleinen Halle im Untergeschoß des Sportheims wurden 2001 die Schießstände des Schützenvereins Eichengrün eingebaut. Einmal jährlich findet das Gemeindeschießen darin statt.

Karate-do – der »Weg der leeren Hand« – ist nicht nur eine Kampfsportart und Methode zur Selbstverteidigung. Es ist auch eine Kunst und ein Weg zur Entwicklung der Persönlichkeit, der gleichzeitig auch das Ziel ist. Der Weg der Karate-Abteilung »Shinsei-Dojo« des SV Surberg begann am 28. Februar 2014. Noch vor Ende des Jahres zählte sie bereits knapp 30 Mitglieder, deren Zahl seitdem weiter gestiegen ist.

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