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Die Weihnachtsgeschichte als Symbol der unerschütterlichen Hoffnung: 7. Adventsingen in Teisendorf

»Der Stern von Betlehem« ist über Teisendorf aufgegangen

Heuer schon zum siebten Mal fand das Teisendorfer Adventssingen statt, diesmal unter dem Motto »Der Stern von Bethlehem« nach einem Stück des Münchner Heimat-Schriftstellers und Opern-Verfassers Paul Schallweg. Große Freude über den künstlerisch-musikalischen Genuss herrschte im vollbesetzten Bayernsaal des Dechantshofes im Teisendorfer Kolping-Hotel. Das Publikum war begeistert von der wundervoll inszenierten, mundartlichen Aufführung der Herbergssuche, mit zahlreichen sich abwechselnden vokalen und musikalischen Einlagen.

Unser Bild zeigt die Mitwirkenden im Bayernsaal. (Foto: Hanns Hogger)

Unter der Gesamtleitung von Helmut Huber sowie der Spielleitung von Lorenz Willberger wirkten zahlreiche hochkarätige vokale und instrumentale Gruppen aus Teisendorf und Umgebung mit und bezauberten mit ihrem harmonischen Gesamtauftritt. In vier ausführlichen Kapiteln wurde der Weg aus der menschlichen Finsternis hin zum Heil und Licht der christlichen Erlösung in sehr würdiger und überzeugender Weise in unserem heimatlichen bairischen Dialekt dargestellt: Von »In Nacht und Dunkel liegt die Erd« über »Gott wird der Welt den Retter senden« zu »Die Welt aber hat ihn nicht erkannt« und endend im Kapitel »Und Gott hat sich allen Menschen offenbart« erhebt sich die Hoffnung, die Freude über die ursprüngliche Finsternis.

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Es sangen dabei der Projekt-Chor Teisendorf/Oberteisendorf unter der Leitung von Cäcilia Sommer, die Moar-Geschwister und die Siegsdorfer Sänger unter Begleitung von Peter Graspeuntner an der Zither. Dazu kamen noch die Aufhamer Klarinettenmusi, das Harfen-Duo Bochter, die Bockstoa Bläser, die Haunertinger Zithermusi sowie das Instrumental-Ensemble Stefan Hüfner (Fagott) sowie Maria Rausch und Peter Lichtenwalde an der Geige.

In Paul Schallwegs (geboren 1914 in München, gestorben 1998 in Bischofswiesen) heimatlicher Weihnachtsgeschichte »Der Stern von Bethlehem« werden die Gestalten der biblischen Geschichte zu Menschen von Fleisch und Blut: Der ständig um Mutter und Kind besorgte Joseph, die in ihrem Glauben unerschütterliche Maria, die derben und abweisenden Herbergswirte, schließlich der gastfreundliche und hilfsbereite Lazarus und die herbeigeeilten Hirten in ihrer bescheidenen Einfachheit, sie alle lehren uns, in dieser Geschichte vom neugeborenen Kind im Stall von Bethlehem ein bis in unsere heutige Zeit hinein reichendes Symbol der unerschütterlichen Hoffnung zu sehen, ein unbegreifliches Wunder und ewige Freude. Zum Abschluss dieser wunderbaren, von Teisendorfer Unternehmen gesponserten und hiermit erst ermöglichten Aufführung wurde unter Mitwirkung von allen Vokalisten und Instrumentalisten der Andachtsjodler gesungen bzw. gespielt.

Das Publikum bedankte sich für diese sehr schöne Darbietung mit viel Beifall. Die CD beziehungsweise DVD zu dieser Veranstaltung gibt es bei Farben Eisl in Teisendorf. Hanns Hogger