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Der scheidende Vorsitzende Georg Deubzer (links) und sein Nachfolger Stefan Kinhammer ehrten Frieda Neuhauser für 50-jährige Mitgliedschaft. (Foto: P. Mix)

Der Touristik-Verein Traunreut hat einen neuen Vorsitzenden

Traunreut – Der Touristik-Verein Traunreut hat einen neuen Vorsitzenden: Bei der Jahreshauptversammlung beim Dorfwirt in St. Georgen stellte sich Georg Deubzer nach sieben Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl, zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Stefan Kinhammer aus Tettelham/Gemeinde Waging gewählt. Im Rahmen der Versammlung wurde Frieda Neuhauser für 50-jährige Treue zum Verein geehrt.


Neuer zweiter Vorsitzender ist Mathias Lamers aus Matzing, die Kasse bleibt in den bewährten Händen von Hildegard Zunhammer und Schriftführerin ist auch weiterhin Manuela Fuchs. Da zwei Mitglieder ausschieden, setzt sich der Ausschuss neu zusammen aus Gerhard Maier, Johannes Maier, Josef Strobl, Andi Lamers und Georg Deubzer. Kassenprüfer sind Gertraud Pfeiffer und Christian Zunhammer.

Der Mitgliederstand des Vereins ist relativ konstant und betrug zum Ende des vergangenen Jahres 56 aktive Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder. In Traunreut sind 27 Privatvermieter gelistet, in den angeschlossenen Gemeinden Altenmarkt, Palling, Traunstein, Waging am See und Taching am See sind es 23. Zum Verein gehören außerdem sechs Gastronomiebetriebe in Traunreut und zwei in den umliegenden Gemeinden, die Zimmer vermieten.

In seinem letzten Bericht als Vorsitzender fasste Georg Deubzer zusammen, was in den Jahren seiner Amtszeit passiert ist und welches Ziel der Verein verfolgt: »Schwerpunkt im Verein ist die Vermarktung, das 'sichtbar machen' unserer Unterkünfte. Es ist uns wichtig, dass man uns wahrnimmt, dass wir im Gespräch sind, um so für unsere Mitgliedsbetriebe und die Kommunen die touristischen Belange zu verbessern.« Aus diesem Grund soll auch eine neue Imagebroschüre mit Informationen über die Region und einem Gastgeberverzeichnis he-rausgebracht werden. Sie ist derzeit in Arbeit und erhält den Titel »Chiemgau hautnah«.

Um einen Überblick über die touristische Situation bei den Mitgliedsbetrieben zu bekommen, starteten die Vorstandsmitglieder im Som-mer 2021 eine Telefonaktion und fragten die Belegungszahlen ab. Demnach war die Belegung im Sommer/Herbst 2021 bei den meisten sehr gut und sie stellten teils eine Verbesserung gegenüber der Zeit vor Corona fest. »Der Traunreuter Tourismus ist dabei, sich gut von der Pandemie zu erholen«, erklärte Deubzer. Auch die Online-Buchbarkeit der einzelnen Betriebe habe sich in den vergangenen Jahren stark verbessert. 2015 waren 19 Mitglieder des Vereins im Reservierungssystem IRS18 gelistet, aber nur einer davon war auch online buchbar. Der »Schmid von Haßmoning«, Gerhard Maier, war damit Vorreiter. 2018 waren dann schon sieben Mitgliedsbetriebe online buchbar, 2021 waren es 17 und zehn weitere planen derzeit die Buchbarkeit.

Traunreuts dritter Bürgermeister Hans Danner und Pallings Bürgermeister Franz Ostermaier dankten dem Touristikverein für seine Arbeit. Danner betonte, dass vor allem im südlichen Landkreis Traunstein hohe Übernachtungszahlen verzeichnet werden, der nördliche Teil aber zunehmend Anteile gewinnt. Die Sehenswürdigkeiten in der Region brächten auch hierher immer mehr Gäste. Und eine Besonderheit ist in seinen Augen, dass Brauchtumsveranstaltungen und Feste nicht »wegen der Touristen« durchgeführt werden, »sondern für uns, das ist etwas Tolles und Seltenes«. Die Gäste nutzten dieses Angebot dann ebenfalls gerne. Laut Franz Ostermaier ist der Touristik-Verein zwar relativ klein, »aber es wird was bewegt und der Tourismus in der Region voran gebracht«.

Alois Edtmayer ging kurz darauf ein, dass er sich nach wie vor der Aufgabe widmet, die rund 40 Ruhebänke im Stadtgebiet von Traunreut in Ordnung zu halten, die der Verein über die Jahre aufgestellt hat. Eine Bank an der Traun sei wegen Hochwassergefahr versetzt worden, eine weitere sei auf Wunsch des Ehepaars Peter und Hilde Holzner in der Nähe von Neugaden an einem wunderschönen Aussichtspunkt neu aufgestellt worden.

Edtmayer freute sich besonders, dass der im Dezember 2021 verstorbene Peter Holzner diese Bank noch erleben und selber nutzen konnte. Für Anregungen, wo eine Bank anzubringen wäre oder eine bestehende zu reparieren ist, könne man sich jederzeit an ihn wenden, so Alois Edtmayer.

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