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Deutlich weniger Interesse an »Club der roten Bänder«

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Club der roten Bänder
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Der «Club der roten Bänder» hat sich «aufgelöst». Foto: Henning Kaiser Foto: dpa

Die Serie hat berührt und überrascht. »Club der roten Bänder« war eine Erfolgsgeschichte, nicht nur wegen der zunächst unerwartet guten Zuschauerzahlen. Zuletzt lief es nicht mehr ganz so rund.


Köln (dpa) - Das Interesse an der Vox-Serie »Club der roten Bänder« hat in der dritten Staffel spürbar nachgelassen.

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Die Vox-Eigenproduktion hatte mit ihrer Mischung aus Drama und Galgenhumor zunächst unerwartet gute Quoten eingefahren und viele Kritiker überzeugt - sie gewann den Deutschen Fernsehpreis und einen Grimme-Preis.

Während bei der ersten Staffel der Serie über eine Gruppe Jugendlicher, die wegen verschiedener Krankheiten im Krankenhaus sind und sich anfreunden, im Schnitt 2,54 Millionen Zuschauer einschalteten. Der Marktanteil bei den 14- bis 59-Jährigen lag bei 11,6 Prozent. Nach Vox-Angaben waren es in Staffel zwei sogar 3,05 Millionen (14 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen). Der Spitzenwert lag bei beachtlichen 3,37 Millionen Zuschauern. Bei den zehn Teilen der letzten Staffel, die der Sender ab Mitte November zeigte, schauten nur noch 2,37 Millionen zu.

Die letzten beiden Folgen am Montagabend hatten 2,47 Millionen (7,8 Prozent) und 2,57 Millionen (8,5 Prozent) Zuschauer. Auch das Finale blieb damit weit unter den Werten aus der zweiten Staffel zurück. Nach der dritten Staffel ist definitiv Schluss, Pläne für eine Fortsetzung gebe es nicht, teilte ein Vox-Sprecher auf Anfrage mit. Das hat allerdings nichts mit der Entwicklung der Quoten zu tun - der Sender hatte es bereits vor dem Start der letzten Staffel so angekündigt.

Der »Club der roten Bänder« hat nicht nur wegen des anfangs unterwartet großen Zuschauerinteresses von sich reden gemacht. Die Serie fiel dadurch auf, dass sie den Krankenhausalltag aus der Perspektive der Patienten darstellte, während die Ärzte, die sonst oft im Mittelpunkt stehen, sich mit Nebenrollen begnügen mussten. Und gleichzeitig wagten sich die Drehbuchautoren an Themen, die im Fernsehen nicht alltäglich sind - wie Krebs, Magersucht und Asperger-Syndrom. Die Geschichten sind inspiriert durch die auf wahren Erlebnissen basierenden Bücher des Autors Albert Espinosa.