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Deutsche Basketballer gewinnen 68:57 gegen Georgien

Leipzig (dpa) - Das junge deutsche Basketball-Team ist bereit für die EM-Qualifikation. Mit dem hart erkämpften 68:57 (35:31) gegen Georgien glückte der Mannschaft von Bundestrainer Svetislav Pesic in Leipzig eine gelungene Generalprobe.

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DBB-Kapitän Heiko Schaffartzik (r) zeigte wie immer viel Einsatz. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa

Beim siebten Erfolg im neunten Vorbereitungsspiel zeigten die DBB-Korbjäger vor rund 2600 Zuschauern eine geschlossene Leistung und starke Reboundarbeit. Dabei war Jan-Hendrik Jagla vom FC Bayern München mit 16 Punkten wie schon beim Supercupsieg über Polen am Vortag bester Werfer.

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«Wir haben heute wieder gespielt, wie wir spielen wollten», sagte Pesic zufrieden, «wir haben jetzt sehr wichtige Spiele für Deutschland. Wir müssen uns qualifizieren.» Jagla meinte: «Georgien hat wie Bulgarien gespielt, die wir in der Qualifikation als Gegner haben werden. Da den dritten Sieg in Folge zu holen, wird für uns eine wirklich gute Erfahrung.»

Auch ohne Superstar Dirk Nowitzki startet Deutschland am Samstag in Hagen als Favorit gegen Luxemburg in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2013 in Slowenien. Weitere Gruppengegner bis zum 11. September sind Bulgarien, Schweden und Aserbaidschan. Dabei reicht bereits ein zweiter Platz für das EM-Ticket.

Fünf Tage vor dem ersten Pflichtspiel seiner zweiten Amtszeit verzichtete Pesic als Vorsichtsmaßnahme auf Aufbauspieler Per Günther. Der Ulmer setzte mit einer Zerrung in der linken Wade aus, soll gegen Luxemburg aber wieder zur Verfügung stehen.

Seine Kollegen hielten Georgien in einem zerfahrenen ersten Viertel zeitweise mehr als sechs Minuten ohne Korberfolg. Aufgrund von zahlreichen Ballverlusten in der ersten Hälfte ging das DBB-Team gegen offensiv limitierte Osteuropäer, die ohne NBA-Center Zaza Patschulia von den Atlanta Hawks antraten, aber nur mit vier Punkten Vorsprung in die Pause.

Mitte des dritten Abschnitts setzten sich die Pesic-Jungs zwischenzeitlich auf 50:38 ab und sorgten spätestens mit einer feinen Aktion von Robin Benzing gut zwei Minuten vor Schluss zum 66:53 für die Entscheidung.

Im Gegensatz zum strikten Positionsspiel seines Vorgängers Dirk Bauermann hat Pesic dem Team einen temporeichen Stil verordnet, der auf Fast-Breaks und schnellen Abschlüssen basiert. Auch das Defensivverhalten stimmte gegen den Zwischenrundenteilnehmer der EuroBasket 2011 über weite Strecken zuversichtlich. Nun muss das verjüngte Team, in dem einzig Jagla (31) älter als 28 Jahre ist, sich nur noch die Erfahrung auf internationalem Parkett aneignen.

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