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Deutsche Biathleten hoffen auf gute WM

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Staffel-Erfolg
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Die deutsche Damen-Staffel ließ der Konkurrenz keine Chance und landete auf Platz eins. Foto: Andrea Solero Foto: dpa

Antholz (dpa) - Die WM-Generalprobe ist geglückt: Die deutschen Biathleten gewinnen beim letzten Weltcup vor der WM vier Rennen und holen insgesamt vier Podestplätze.


Laura Dahlmeier freute sich vor allem auf eines: Ruhe. »Bis Freitag kein gemeinsames Training, keine Medientermine. Ich kann einfach mal das machen, was ich gerne tue, und abschalten«, sagte Deutschlands Biathlon-Überfliegerin nach der gleichermaßen erfolgreichen wie anstrengenden WM-Generalprobe in Antholz.

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Nicht nur Dahlmeier hatte mit ihrem Einzelsieg, Rang zwei im Massenstart hinter Nadine Horchler und dem Staffelerfolg großes Selbstvertrauen für die in zweieinhalb Wochen beginnende WM in Hochfilzen getankt. Das ganze deutsche Team präsentierte sich in starker Form - ließ aber eben auch Kräfte. »Es ist ganz wichtig, dass es jetzt noch mal vier, fünf Tage Luft kommen. Man merkt schon, dass der Januar-Block mit den beiden Heim-Weltcups und jetzt Antholz anstrengend war«, sagte die große deutsche Medaillenhoffnung Dahlmeier.

Vielleicht macht sie eine Tour auf ihren Hausberg bei Garmisch-Partenkirchen und »faulenzt« auf der Couch: Dahlmeier fährt mit viel Selbstvertrauen und als Weltcup-Gesamterste zu den Welttitelkämpfen in Österreich. In jedem Rennen hat sie eine Medaillenchance. Große Ankündigungen macht sie aber nicht. »Ich will meine Bestleistung abrufen. Das heißt, das beste Schießergebnis und die beste Laufleistung. Wenn das gegeben ist, kann es durchaus für eine Medaille reichen«, sagte die Verfolgungs-Weltmeisterin. »Am liebsten für die goldene, das wäre die Krönung.« Sie könne nicht vorhersagen, ob sie ihre Ergebnisse von der überaus erfolgreichen WM in Oslo mit einmal Gold und insgesamt fünf Medaillen wiederholen werde. Zuzutrauen ist es ihr aber eine solche Ausbeute.

Am Samstag geht es für die Deutschen in Obertilliach im gemeinsamen Vorbereitungstrainingslager darum, sich den letzten Feinschliff zu holen. Dabei sein werden Dahlmeier, Franziska Hildebrand, Franziska Preuß, Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt, Simon Schempp, Arnd Peiffer, Benedikt Doll und Erik Lesser. Die letzten beiden Männer-Plätze werden noch vergeben.

Nicht dabei sein wird Miriam Gössner. Für die 26-Jährige, die die Norm nicht erfüllte und in Antholz gar nicht dabei war, platzt damit der nächste WM-Traum. Als Ersatzfrau wurde Nadine Horchler nominiert. Sie steht trotz ihres Sensationserfolgs im Massenstart von Antholz allerdings nur auf Abruf bereit. Die offizielle Nominierung soll am Dienstag bekanntgegeben werden.

Gössner lieferte in dieser Saison erneut enttäuschende Platzierungen ab. Die Ränge 82, 37, 54, 25, 59, 50, 26, 24, 53, 47 reichten nicht mal ansatzweise zur Normerfüllung. Lediglich mit Rang zehn im Sprint in Pokljuka schaffte sie die halbe WM-Norm. Der letzte ihrer drei Weltcupsiege datiert vom 11. Januar 2013, als sie in Ruhpolding den Sprint gewann.

Deshalb nahm Hönig sie auch bei der WM-Generalprobe in Antholz aus dem Kader. »Miriams Ergebnisse waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Sie soll jetzt versuchen, bei der EM und im IBU-Cup auch abseits der Medien wieder zu guten Ergebnissen und Selbstvertrauen zu finden. Und dann sehen wir in der Einsatzplanung weiter«, hatte Hönig gesagt.

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