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Deutsche Langläuferinnen mit Traumergebnis in Davos

Davos (dpa) - Nicole Fessel konnte ihr Glück kaum fassen, Claudia Nystad bejubelte das beste Einzel-Ergebnis seit ihrem Comeback. Die deutschen Langläuferinnen haben beim Weltcup im schweizerischen Davos für einen Paukenschlag gesorgt.

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Die ersten Drei: Nicole Fessel, Siegerin Marit Björgen und die Dritte Heidi Weng. Foto: Gian Ehrenzeller Foto: dpa

Im 10-Kilometer-Freistilrennen musste sich Fessel nur der sechsmaligen Olympiasiegerin Marit Björgen geschlagen geben. Wie sie schaffte auch Nystad die Norm für die Weltmeisterschaften in Falun. Die Oberwiesenthalerin wurde Fünfte und ließ dabei auch die bislang im Distanzbereich ungeschlagene Norwegerin Therese Johaug hinter sich.

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«Es ist ein wundervoller Tag für mich», sagte Fessel. Erst zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn kam die Oberstdorferin auf ein Weltcup-Podest. «Das war einfach ein perfekter Tag. Ich hatte hervorragende Ski und unsere Strategie ging voll auf. Wir wollten von Anfang an Druck machen und bis zum Ende das Tempo hochhalten», erzählte die 31-Jährige.

Das hervorragende Material lobte auch Nystad. «Es war für diese Bedingungen einfach perfekt präpariert. Heute haben sich die Leute durchgesetzt, die auch gute Skiläufer sind. Denn besonders die Abfahrten waren sehr eisig. Ich bin glücklich, dass ich jetzt schon das WM-Ticket habe. Das macht die nächsten Monate leichter», betonte die Oberwiesenthalerin, die ihr bestes Davos-Ergebnis verbuchte. «Bislang stand hier ein achter Platz für mich», sagte die 36-Jährige.

Bundestrainer Frank Ullrich bekam auch nach Stunden das Grinsen nicht aus seinem Gesicht. «Es hat alles gepasst. Aber dass es soweit nach vorn gehen kann, damit hat keiner gerechnet. Da lacht das Herz», sagte er und hob die kämpferische Leistung hervor. «Sie haben alle alles aus sich herausgeholt und sind dafür belohnt worden. Das ist hervorragend für das Selbstvertrauen», betonte er auch im Hinblick auf die zum Jahresbeginn startende Tour de Ski.

So gut es bei den Damen lief, so schlecht sahen einmal mehr die Herren aus. Auch Rückkehrer Tim Tscharnke konnte sich nicht in Szene setzen. Beim Sieg von Anders Glörssen aus Norwegen wurde der Biberauer als 37. bester Deutscher. «Das hatten wir uns doch etwas anders vorgestellt», gab Ullrich zu.