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Deutsche U 21 bangt nach 1:1 um EM-Teilnahme

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Zweikampf
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Sebastian Rudy (r) und der Schweizer Nzuzi Toko kämpfen um den Ball. Foto: Marius Becker Foto: dpa
Vukcevic-Trikots
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Die deutschen Spieler tragen beim Aufwärmen Trikots mit dem Namen ihres verunglückten Teamkameraden. Foto: Marius Becker Foto: dpa
Platzverweis
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Der Schweizer Schär (l) diskutiert mit Schiedsrichter Lahoz nachdem er die Rote Karte gesehen hat. Foto: Marius Becker Foto: dpa
Späte Führung
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Die deutschen Spieler bejubeln das Elfmetertor von Sebastian Rudy (2.v.l.). Foto: Marius Becker Foto: dpa
Unzufrieden
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Das Ergebnis der deutschen U 21 entspricht nicht den Erwartungen von Trainer Rainer Adrion. Foto: Marius Becker Foto: dpa
Verärgert
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Lewis Holtby tritt nach einer vergebenen Torchance in die Luft. Foto: Marius Becker Foto: dpa

Leverkusen (dpa) - Die deutschen U 21-Fußballer müssen um die Teilnahme an der EM-Endrunde 2013 in Israel bangen. Die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion erreichte im Playoff-Hinspiel gegen die Schweiz nur ein 1:1 (0:0) und steht nun im Rückspiel in Luzern mächtig unter Druck.


Vor 7382 Zuschauern in der Leverkusener BayArena ging die in nunmehr elf Qualifikationsspielen unbesiegte deutsche Mannschaft zwar durch Sebastian Rudy per Foulelfmeter (82.) in Führung. Für die Schweiz, bei denen Fabian Schär die Rote Karte sah, konnte aber Josip Drmic (87.) noch ausgleichen.

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»Das ist ganz bitter. Aber wir haben eine gute Leistung gezeigt und ich bin überzeugt, in der Schweiz werden wir unsere Chancen nutzen«, sagte Coach Adrion. Mittelfeldspieler Lewis Holtby ärgerte sich über den späten Gegentreffer: »Nie im Leben darf das passieren. Das ist einfach der Horror. Aber die Mannschaft wird sich aufrappeln.«

Die Gastgeber, die sich beim Aufwärmen die Trikotnummer »7« des nach einem Autounfall schwer verletzten Mitspielers Boris Vukcevic überzogen, traten in der zur Zeit besten Formation an. Nach den Ausfällen von Julian Draxler, Patrick Herrmann und Sebastian Rode, konnte Adrion seine Wunschelf präsentieren. Auch der unter der Woche angeschlagene Rechtsverteidiger Tony Jantschke wurde rechtzeitig fit und übernahm den Part auf der linken Seite. Im Sturmzentrum erhielt Torjäger Peniel Mlapa den Vorzug vor Sebastian Polter.

Der Gladbacher Stürmer, mit acht Treffern bester Torschütze der DFB-Elf in der Qualifikation, hatte bereits in der 4. Minute die erste große Möglichkeit, als er eine Flanke von Maximilian Beister knapp am Tor vorbeiköpfte. Die deutsche Mannschaft war von Beginn an gut drin in der Partie, kombinierte schnell und war aggressiv in den Zweikämpfen. Alexander Esswein hatte ebenfalls nach Flanke von Beister die zweite Chance: Seine Direktabnahme in der 14. Minute strich knapp am Tor vorbei.

Die kompakte Schweizer Defensive um Innenverteidiger Francois Affolter von Werder Bremen stand in der Folgezeit allerdings sehr sicher und ließ den deutschen Angreifern wenig Lücken. Das Offensivspiel der Gäste hingegen blieb bescheiden. Torhüter und Lokalmatador Bernd Leno von Bayer Leverkusen wurde lediglich bei einem Distanzschuss von Pajtim Kasami ernsthaft geprüft (35.).

Nach dem Wechsel hatte die DFB-Elf gleich drei gute Torgelegenheiten. Erst scheiterte Innenverteidiger Lasse Sobiech mit einem Kopfball (52.). Kurz darauf rettete Torhüter Roman Bürki zweimal gegen Mlapa (53./60.). Auf der anderen Seite verhinderte Leno einen Rückstand, als er zweimal gegen Amir Abrashi (56.) Kopf und Kragen riskierte. In der turbulenten Schlussphase wurde Polter im Strafraum von den Beinen gerissen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Rudy souverän, die Führung der Gastgeber hielt aber nur fünf Minuten.