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Deutsche U 21 bei EM gescheitert - 0:1 gegen Spanien

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EM-Aus
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Kapitän Lewis Holtby ist mit der deutschen U 21 vorzeitig ausgeschieden. Foto: Abir Sultan Foto: dpa
Gescheitert
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Trainer Rainer Adrion und Kapitän Lewis Holtby sind mit der deutschen U 21 gescheitert. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa
Ballbesitz
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Patrick Herrmann (v) ist vor dem Spanier Alberto Moreno am Ball. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa
Kämpfer
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Sebastian Rode (r) will Thiago Alcantara den Ball nicht kampflos überlassen. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa
Zu spät
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Stefan Thesker (l) kommt gegen Alcantara zu spät. Foto: Abir Sultan Foto: dpa
Coach
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Adrion versucht sein Team zu sortieren. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa
Tribüne
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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l) und Günther Netzer fieberten auf der Tribüne mit. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa

Netanya (dpa) - Aus der Traum vom Titel! Die deutschen U 21-Junioren sind bei der EM-Endrunde in Israel nach zwei Niederlagen vorzeitig gescheitert.


Die DFB-Auswahl verlor ihr zweites Gruppenspiel gegen Spanien mit 0:1 (0:0) und hat somit keine Chance mehr auf den Einzug ins Halbfinale. Titelverteidiger Spanien hingegen hat ebenso wie die Niederlande die nächste Runde bereits erreicht.

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«Unsere Mannschaft hat alles gegeben, die Einstellung stimmte. Aber man muss neidlos anerkennen, dass Spanien die bessere Mannschaft war», sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und betonte: «Natürlich sind wir im Moment enttäuscht, aber ich bin überzeugt, dass wir aus diesem Team in der Zukunft einige Spieler in der A-Mannschaft wieder sehen werden. Nach den Erfolgen in der Champions League haben wir bei diesem Turnier gesehen, dass auch in anderen Nationen starke Spieler nachkommen.» Vor 11 750 Zuschauern im Netanya Stadion erzielte Alvaro Morata in der 86. Minute den Treffer für die hoch überlegenen Iberer.

Die Niederländer gewannen auch ihr zweites Gruppenspiel gegen Russland mit 5:1 (1:0) und haben wie die Spanier sechs Punkte nach zwei Spieltagen. Die Enttäuschung sei «nicht in Worte zu fassen», sagte Kapitän Lewis Holtby nach dem Abpfiff beim TV-Sender Kabel eins. «Wir haben uns hier viel mehr vorgenommen. Aber Spanien war klar besser», sagte der Profi von Tottenham Hotspur und verwies auch auf die bittere 2:3-Pleite zum Auftakt gegen die Niederlande. «Natürlich ist es scheiße, wenn du im ersten Spiel nicht drei Punkte holst. Dann stehst du mit dem Rücken zur Wand. Aber heute haben wir verdientermaßen verloren», sagte der frühere Schalker.

Nach dem Ausfall von Peniel Mlapa (Muskelfaserriss) und der schwachen ersten Halbzeit im ersten Spiel hatte DFB-Trainer Rainer Adrion Konsequenzen gezogen und seine Startelf auf zwei Positionen verändert. Für Mlapa rückte der Kölner Christian Clemens ebenso in die Anfangsformation wie Kevin Volland, der für Pierre-Michel Lasogga in der Angriffsspitze für Gefahr sorgen sollte. Der gegen die Niederländer teilweise sehr unsichere Defensivblock blieb unverändert.

Bei guten äußeren Bedingungen und etwa 25 Grad erwiesen sich die Spanier als der erwartet spiel- und kombinationsstarke Gegner. In Koke, Isco und Cristian Tello vom FC Barcelona hat der Titelverteidiger hervorragende Spieler in seinen Reihen, die ihre Klasse immer wieder zeigten und auch ständig für Gefahr vor allem über die rechte deutsche Abwehrseite sorgten.

Die DFB-Elf wirkte zwar konzentrierter in der Innenverteidigung mit Stefan Thesker und Matthias Ginter und weniger nervös als zu Beginn der Auftaktpartie, hatte aber Glück, als Thiago Alcantara in der 23. Minute nur den Pfosten und Rodrigo vier Minuten später nur das Außennetz traf. Die einzigen Möglichkeiten der deutschen Mannschaft resultierten aus einem Freistoß von Holtby (11.) und einem Distanzschuss von Clemens, der das Tor knapp verpasste (37.). Die Spanier hatten bis dahin eine Ballbesitzquote von fast 65 Prozent.

Die Adrion-Elf hatte es schwer, die Vorgaben in der Offensive umzusetzen. Das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff funktionierte nicht so, wie sich der Trainer das vorgestellt hatte. Auch Kapitän Holtby konnte nicht wie gewohnt Akzente setzen.

Die Spanier kamen zu weiteren guten Torgelegenheiten. Asier Illarramendi scheiterte in der 59. Minute knapp, Inigo Martinez und Rodrigo vergaben zudem weiter beste Chancen für die Iberer, scheiterten aber immer wieder am guten Torhüter Bernd Leno, ehe der eingewechselte Morata in der Schlussphase den verdienten Sieg für den Titelverteidiger sicherstellte.