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Deutscher (32) von selbst ausgelöster Lawine verschüttet – tot

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Foto: Ziegler, BRK BGL Foto: Symbolbild

Serfaus – Ein tragisches Unglück, bei dem ein 32-jähriger Deutscher ums Leben kam, passierte am Mittwoch in Serfaus, als der junge Mann einen Lawinenabgang auslöste. Auch ein Freund von ihm wurde verschüttet.


Am Mittwoch hielt sich eine Gruppe aus drei deutschen Männern (32, 34 und 44 Jahre) im Großraum-Skigebiet Ladis-Fis-Serfaus zum Schilaufen und Snowboarden auf.

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Gegen 12.20 Uhr fuhren die drei Freunde im Schigebiet Serfaus Komperdell von der Bergstation vorerst im Bereich der Ski-Route talwärts. Während der 34-jährige Snowboarder im Bereich der Piste abfuhr, verließen die beiden Skiläufer (32, 44) die Route und fuhren im freien Ski-Raum weiter ab.

Schneelawine ausgelöst

Als der 32-Jährige in einen Steilhang einfuhr, löste er nach drei bis vier Schwüngen eine rund 55 Meter breite und etwa 130 Meter lange Schneebrettlawine aus. Der Skiläufer wurde dabei von der Lawine mitgerissen und am Ende des Lawinenkegels total verschüttet. Der zweite Schiläufer (44) wurde zwar ebenfalls von der Lawine erfasst und noch 10 bis 15 Meter mitgerissen, aber lediglich kniehoch verschüttet. Der Snowboarder beobachtete den Lawinenabgang und setzte sofort einen Notruf ab.

Der vollkommen verschüttete 32-Jährige konnte nach 20 Minuten von den Einsatzkräften sondiert und dann leider nur noch leblos aus den Schneemassen ausgegraben werden. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verstarb der 32-Jährige noch an der Unfallstelle. Der 44-Jährige konnte sich selbst befreien und blieb unverletzt. Die drei Männer hatten keine Lawinenausrüstung (LVS, Sonde, Schaufel) bei sich.

Im Einsatz waren zwei Notarzthubschrauber, 35 Mann der Bergrettung und der Skischule Serfaus, die Pistenrettung Serfaus, zwei Lawinensuchhunde und die Alpinpolizei.

Pressemeldung der Polizei Tirol