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Deutsches Tennis-Trio besteht Hitzetest - Lisicki raus

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Fingerzeig
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Die Kielerin Angelique Kerber gewann gegen die Russin Alla Kudrjawzewa deutlich mit 6:4, 6:2. Foto: Mast Irham Foto: dpa
Fannähe
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Nach dem Match schrieb Kerber noch zufrieden Autogramme. Foto: Mast Irham Foto: dpa
Kraftakt
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Etwas mehr Mühe hatte Mona Barthel, die drei Sätze zum Einzug in die nächste Runde benötigte. Foto: Made Nagi Foto: dpa
Aus
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Nach schwacher Leistung sind die Australian Open für Sabine Lisicki bereits vorbei. Foto: Joe Castro Foto: dpa
Begleitung
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Trainerin Martina Hingis (M.) und Freund Oliver Pocher (r) feuerten Lisicki vergebens an. Foto: Mast Irham Foto: dpa
Schweißtreibend
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Die Berlinerin Lisicki hatte vor allem mit der Hitze zu kämpfen. Foto: Mast Irham Foto: dpa
Frust
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Auch Julia Görges konnte sich nicht durchsetzen. Foto: Franck Robichon Foto: dpa
Unterlegen
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Annika Beck hatte keine Chance. Foto: Made Nagi Foto: dpa
Stark
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Florian Mayer feiert seinen Sieg. Foto: Franck Robichon Foto: dpa
Entspannt
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Boris Becker verbrachte als Coach von Novak Djokovic einen ruhigen Tag. Foto: Franck Robichon Foto: dpa

Melbourne (dpa) - Die deutschen Tennisprofis haben den Hitzetest im Glutofen Melbourne Park nur bedingt bestanden. Während ein Trio mit Topspielerin Angelique Kerber das Ticket für die dritte Runde der Australian Open löste, brach Sabine Lisicki bei extremen Temperaturen komplett ein.


Das Zweitrunden-Aus bedeutete für die Berliner Wimbledonfinalistin ein halbes Jahr nach ihrem Triumphzug von London den nächsten sportlichen Rückschlag. Weiter dabei sind neben Kerber auch Mona Barthel und Florian Mayer. Julia Görges und Annika Beck schieden dagegen wie Lisicki in der zweiten Runde aus.

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Einen gemütlichen Tag verlebte trotz Temperaturen von mehr als 40 Grad Boris Becker. Der Coach von Novak Djokovic verfolgte im Schatten der Rod Laver Arena, wie der serbische Titelverteidiger in seiner zweiten Partie klar mit 6:0, 6:4, 6:4 gegen den Argentinier Leonardo Mayer gewann.

Lisicki erlebte beim 6:2, 2:6, 2:6 gegen die Rumänin Monica Niculescu dagegen einen Klimaschock. »Ich habe eineinhalb Sätze lang alles richtig gemacht, aber dann hat die Hitze mich gekriegt«, sagte Lisicki nach der Niederlage enttäuscht. Die Berlinerin übte heftige Kritik an den Veranstaltern, weil die Partie trotz der »brutalen Bedingungen« nicht verschoben wurde. »Irgendwann ist es einfach zu heiß, um Leistungssport zu betreiben«, sagte die 24-Jährige.

In der brütenden Hitze begann Lisicki vor den Augen ihres Promi-Freundes Oliver Pocher stark und setzte ihre Gegnerin mit offensivem Spiel unter Druck. Nach nur 33 Minuten sicherte sich Lisicki den ersten Satz und schien auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg. Doch wie aus dem Nichts lief bei der Nummer 15 der Tennis-Welt von Anfang des zweiten Satzes an nichts mehr zusammen.

»Das ist so, wenn die Hitze den Körper übernimmt«, schilderte die deutsche Nummer zwei ihre Erfahrungen auf dem Platz. Auch eine zehnminütige Hitze-Pause nach dem verlorenen zweiten Durchgang konnte sie nicht mehr retten. 56 ungezwungene Fehler waren am Ende einfach zu viel.

Besser mit den extremen Temperaturen zurecht kam Kerber. Die deutsche Nummer eins bezwang die Russin Alla Kudrjawzewa in nur 62 Minuten mit 6:4, 6:2 und war froh, nicht länger als nötig auf dem Platz zu stehen. »Die Hitze ist unmenschlich«, sagte die Kielerin. »Ich denke, es ist sehr wichtig, dass ich ein paar Kräfte sparen konnte.« Sie spielt nun gegen Alison Riske aus den USA.

Allen Strapazen zum Trotz schaffte Barthel ebenfalls das Weiterkommen. Die Schleswig-Holsteinerin sprach nach ihrem 4:6, 6:3, 6:4 gegen Luksika Kumkhum aus Thailand ebenfalls von einer außergewöhnlichen Belastung. »Ich habe so viel getrunken wie ich konnte«, sagte die 23-Jährige, die nun auf Flavia Pennetta aus Italien trifft.

Für Görges und Beck kam dagegen das Aus. Während die Bonnerin Beck gegen die frühere Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic aus Serbien beim 1:6, 2:6 chancenlos war, ließ Görges gegen die erst 20 Jahre alte Amerikanerin Lauren Davis eine große Möglichkeit liegen. Am Ende musste sich die 25-Jährige mit 5:7, 6:2, 4:6 geschlagen geben.

An seine körperlichen Grenzen musste auch Mayer gegen den Russen Michail Juschni gehen. Mehr als drei Stunden lang boten sich beide bei mehr als 40 Grad einen erbitterten Fight. Doch Mayer biss sich durch und verwandelte seinen dritten Matchball. Der Bayreuther steht damit zum dritten Mal in Melbourne in der dritten Runde und wartet dort auf den Polen Jerzy Janowicz. »Ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich das geschafft habe«, sagte der Davis-Cup-Spieler nach dem 6:4, 3:6, 6:3, 3:6, 6:3.

Ohne Mühe meisterte die Weltranglisten-Erste Serena Williams ihre zweite Runde. Gegen Vesna Dolonc aus Serbien gewann die Amerikanerin klar mit 6:1, 6:2. Damit zog die Topfavoritin nach Siegen bei den Australian Open mit der legendären Margaret Court gleich. Es war der 60. Erfolg von Williams bei den Australian Open.

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