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Deutsches Tischtennis-Team im WM-Halbfinale

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Ruwen Filus
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Ruwen Filus war der entscheidende Spieler des deutschen Teams gegen Brasilien. Foto: Mathias Bergeld/Bildbyran via ZUMA Press Foto: dpa

Dimitrij Ovtcharov und Co. sind nur noch einen Sieg vom WM-Endspiel entfernt. Nach einem Sieg gegen Brasilien stehen sie bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft im Halbfinale gegen Südkorea. Ihre Verletzungsprobleme machen den Deutschen aber Sorgen.


Halmstad (dpa) - Die deutschen Tischtennis-Stars dürfen weiter auf ihren ersten WM-Titel hoffen. Die Bronzemedaille hat das Team von Bundestrainer Jörg Roßkopf nach dem 3:1-Viertelfinal-Sieg gegen Brasilien bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Schweden bereits sicher.

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Ob Form und Besetzung aber auch am Samstag um 18.00 Uhr für das Halbfinale gegen Südkorea und am Sonntag für ein mögliches Traumfinale gegen den Olympiasieger China reichen, ist fraglich. Denn schon am Freitagabend war der Europameister stark gehandicapt.

Der Weltranglisten-Zweite Timo Boll fehlte wegen Ischias-Problemen. Auch Patrick Franziska war nach seiner Oberschenkelzerrung aus dem Vorrunden-Spiel gegen Hongkong noch nicht wieder fit. Entscheidender Spieler war diesmal Ruwen Filus vom TTC Fulda-Maberzell, der erst gegen Eric Jouti und dann gegen Brasiliens Bundesliga-Profi Hugo Calderano von TTF Ochsenhausen gewann. »Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Die Jungs haben die sehr schwierige Situation angenommen und eine Medaille daraus gemacht«, sagte Roßkopf. Den dritten Punkt holte Dimitrij Ovtcharov gegen Gustavo Tsuboi.

»Wir haben immer gesagt: Wenn wir in ein Finale gegen China kommen, dann trauen wir uns etwas zu«, sagte Sportdirektor Richard Prause der Deutschen Presse-Agentur. Der Titelverteidiger bekommt es im zweiten Halbfinale mit Gastgeber Schweden zu tun. »Viel wichtiger ist aber, dass wir vorher unsere Hausaufgaben machen. Denn ab dem Viertelfinale kriegst du gar nichts geschenkt. Dann ist jedes Spiel ein Endspiel.«

Die erste Hausaufgabe Brasilien konnte der Team-Europameister noch ohne Boll lösen. Die zweite Hausaufgabe Südkorea wird am Samstag schon deutlich schwerer. In ihrem Viertelfinale besiegten die Asiaten den Olympia-Zweiten Japan mit seinen vier Top-15-Spielern mit 3:1.

Mit Blick auf ein mögliches Endspiel gegen China war den in Halmstad topgesetzten Deutschen aber schon immer klar: Um dieses Team mit dem Weltranglisten Fan Zhendong und den Einzel-Weltmeister Ma Long schlagen zu können, brauchen sie einen Boll in Topform und einen Ovtcharov ohne körperliche Beschwerden. Denn die Verletzungssorgen des deutschen Teams begannen schließlich schon im Februar mit der schmerzhaften Schenkelhals-Entzündung des Weltranglisten-Dritten.

»Er hat der Mannschaft bei dieser WM bislang sehr geholfen. Und er hat sich auch von Tag zu Tag mehr Wettkampfpraxis geholt«, sagte Prause über Ovtcharov. Er sagte aber auch: »Die Chinesen ziehen hier bislang einsam ihre Kreise. Sie spielen sehr abgeklärt und souverän. Sie sind allen anderen Nationen immer noch einen Schritt voraus.«

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