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Deutschland bei Innovationskraft in Europa auf Platz zwei

Brüssel (dpa) - Deutschland ist im Vergleich der Innovationskraft der 27 EU-Mitglieder erstmals auf Platz zwei vorgerückt.

Prüfungsergebnisse bekanntgegeben
Industriekommissar Tajani und Forschungskommissarin Geoghegan-Quinn zur Innovationskraft der EU. Foto: Olivier Hoslet Foto: dpa

Das geht aus einer Rangliste der EU-Kommission hervor, die Industriekommissar Antonio Tajani und Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn am Dienstag in Brüssel veröffentlichten. Nur Schweden schneidet noch besser ab. Beim vorigen Mal hatte auch Dänemark noch vor der Bundesrepublik gelegen.

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Die EU-Kommission prüft jährlich, wie es um Forschung und Innovation in den Mitgliedsstaaten steht. Kriterien sind zum Beispiel Investitionen in Wissenschaft und Produktentwicklung. Die Brüsseler Behörde untersucht auch, ob es Unternehmen gelingt, neue Marken und Produkte zu Geld zu machen.

Einen Spitzenplatz nimmt Deutschland bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen ein: Forscher sind besonders häufig Mitverfasser von Beiträgen in internationalen Publikationen. Vergleichsweise schlecht schneidet die Bundesrepublik beim Versuch ab, Lizenzen und Patente im Ausland zu vermarkten. Auch fällt es Unternehmen schwer, Geldgeber für riskantere Projekte zu gewinnen.

Führend auf dem Kontinent bleibt die Schweiz - die EU-Kommission nimmt auch einige Nicht-EU-Länder in ihren Vergleich auf. Schlusslichter in Sachen Innovation sind Polen, Lettland, Rumänien und Bulgarien. «Die Gruppe der weniger innovativen Länder holt nicht auf», bemängelte Industriekommissar Tajani.

Allerdings konnten in den vergangenen fünf Jahren fast alle EU-Staaten ihre Innovationskraft verbessern - trotz der Schuldenkrise in Europa. Nur in Griechenland und Zypern nahm sie ab.

Die EU als Ganzes liegt in der Wertung der Kommission hinter Südkorea, den USA und Japan. Trotz mancher Erfolge gebe es keinen Grund zur Selbstgefälligkeit, sagte Forschungskommissarin Geoghegan-Quinn. Besonders die Länder im Mittelmeerraum müssten mehr investieren, auch wenn das in Krisenzeiten schwierig sei.

EU-Kommission zum Bericht