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Deutschland Cup: DEB-Team im Finale 4:7 gegen USA

München (dpa) - Auch neun Monate nach der bitteren Olympia-Pleite hat das deutsche Eishockey noch viel Arbeit vor sich, um das ramponierte Image wieder aufzupolieren.

Zweikampfsieger
Felix Schütz (M) hat sich gegen den US-Amerikaner Steve Moses (r) durchgesetzt. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa
Torschütze
Patrick Hager jubelt über sein Tor gegen das US-Team. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa
Treffer!
US-Spieler Pete MacArthur (M) freut sich mit Chad Kolarik (l) und Grant Lewis (r) über sein Tor zum 5:4. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa
Zweikampf
Alexander Weiss (r) und der US-Amerikaner Steve Moses kämpfen um den Puck. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa
Torjubel
Die Deutschen Markus Kink (l) und Yannic Seidenberg freuen sich über ein Tor. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa
Ernst
Bundestrainer Pat Cortina steht auf der Trainerbank. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa
Statement
Goalie Danny aus den Birken trägt während des Aufwärmens ein Trikot mit der Aufschrift «O ja - München '22». Foto: Andreas Gebert Foto: dpa

Mit einer konfusen Defensivleistung und einem indisponierten Torhüter Dimitri Pätzold verpasste das Nationalteam die Titelverteidigung beim Deutschland Cup. Die stark ersatzgeschwächte Auswahl von Bundestrainer Pat Cortina verlor in München das entscheidende Spiel gegen den WM-Dritten USA mit 4:7 (2:1,2:4,0:2).

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«Wir haben wirklich nicht das gezeigt, was wir spielen wollten», kritisierte Cortina nach dem verpassten Achtungserfolg. Mit vier Punkten wurde Deutschland am Ende hinter den USA (7) und der Schweiz (5) nur Dritter. Die Slowakei (2) wurde Letzter. Die USA gewannen das Traditionsturnier zum dritten Mal nach 2003 und 2004.

Vor 6000 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Eisstadion reichten Tore von Patrick Hager (1. Minute), Kapitän Michael Wolf (4./22.) und Marcus Kink (26.) nicht zum sechsten Turniersieg Deutschlands. Auch ohne insgesamt 16 potenzielle Kandidaten für die WM 2014 in Minsk führte Deutschland sogar 2:0, 3:1 und 4:3, doch die US-Boys nutzten die am Sonntag die zu vielen Fehler konsequent aus. «Das Ergebnis am Anfang hat uns getäuscht», bilanzierte Cortina.

«Wir waren defensiv heute nicht kompakt genug», monierte auch Kapitän Wolf. Mit Toren von Jeremy Dehner (11.), Grant Lewis vom EHC München (22.), Peter Mueller (24.) und Chad Kolarik (35.) kamen die USA stets zurück. Ausgerechnet Augsburgs DEL-Profi Pete MacArthur (39.), Steve Moses (44.) und Dan Sexston (55.) sorgten für den Sieg.

Cortina wollte aber nicht zu hart mit seinem ersatzgeschwächten Team ins Gericht gehen. «Es war keine schlechte Woche für uns. Gegen die Schweiz war es gut, gegen die Slowakei war es sehr gut, nur heute waren wir vielleicht etwas müde», sagte der Bundestrainer. Am Freitag hatte das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen eine B-Auswahl von Vizeweltmeister Schweiz mit 2:3 nach Penaltyschießen verloren, Ex-Weltmeister Slowakei am Samstag aber 2:0 geschlagen.

Im Vergleich zu den vorherigen Spielen fiel gegen die USA vor allem Pätzolds Torhüterleistung stark ab. Bei vier der sieben Gegentoren sah der Schwenninger nicht gut aus. «Er hat definitiv nicht das gezeigt, wozu er normalerweise imstande ist», bekannte auch Cortina. Auch wenn Pätzold deutlich schlechter spielte als zuvor Dennis Endras gegen die Slowakei und Danny aus den Birken gegen die Schweiz, werde er den Schwenninger aber «nicht fallen lassen».

«Wir haben einige Fortschritte gemacht, auch wenn wir unser Ziel, den Turniersieg, nicht erreicht haben», meinte Cortina. Der Sieg beim Deutschland Cup wäre aus Vermarktungsgründen wichtig für den DEB wichtig gewesen. «Dafür sind sportliche Erfolge notwendig», hatte DEB-Präsident Uwe Harnos noch vor dem Turnier gemahnt. Das Image des deutschen Eishockeys ist nach der verpassten Qualifikation für Olympia 2014 in Sotschi ramponiert. Im Februar hatte das Nationalteam erstmals überhaupt die Qualifikation für Olympische Winterspiele verpasst.