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Devisen: Euro erholt sich nur kurzzeitig

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Mittwoch nur zeitweise von seinen deutlichen Verlusten seit Dienstagnachmittag erholt. Nach einem Tagestief von 1,2679 US-Dollar erholt sich die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich auf 1,2741 Dollar. Zuletzt kostete notierte sie jedoch wieder bei 1,27 Dollar. Seit Dienstag hat der Euro rund eineinhalb Cent an Wert verloren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,2843 (Montag: 1,2863) Dollar festgesetzt.

Hauptthema am Devisenmarkt ist das Drama um Griechenland. Nachdem das Land nunmehr vor Neuwahlen steht, macht an den Finanzmärkten das Wort "Grexit" immer stärker die Runde. Gemeint ist damit eine Pleite Griechenlands und der Austritt aus dem Währungsraum. Der Euro wird durch dieses Szenario stark belastet. Am Dienstag war die Regierungsbildung in Athen gescheitert, was Neuwahlen zur Folge hat.

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Dementsprechend gerieten zur Wochenmitte Staatsanleihen Spaniens und Italiens zunächst stark unter Druck. In Italien stieg die Rendite für zehnjährige Staatspapiere kurzzeitig wieder über sechs Prozent. In Spanien stieg der Risikoaufschlag zu deutschen Titeln auf einen neuen Rekordstand. Bis zum Mittag entspannte sich die Lage aber wieder. Der Euro blieb dennoch unter Druck.