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Devisen: Euro kann sich weiter erholen - zeitweise über 1,28 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat zu Beginn der neuen Handelswoche seine Kurserholung vom Freitag weiter fortgesetzt und ist am frühen Montagmorgen zeitweise über die Marke von 1,28 US-Dollar gestiegen. Nach einem Tageshoch bei 1,2812 Dollar fiel die Gemeinschaftswährung wieder etwas zurück und stand zuletzt bei 1,2783 Dollar. Am Freitag rutschte der Euro noch zeitweise bis auf 1,2640 Dollar und hielt sich damit nur knapp über den bisherigen Jahrestief bei 1,2623 Dollar. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2721 (Donnerstag: 1,2682) Dollar festgesetzt.

Trotz der jüngsten leichten Kurserholung ist es nach Einschätzung von Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zu früh, von einer Trendwende beim Euro zu sprechen. Es gebe allenfalls eine "Stabilisierung" der Gemeinschaftswährung über der Marke von 1,27 Dollar. Die Entwicklung in Griechenland sei weiterhin "ernüchternd und erschreckend zugleich". Die Verunsicherung der Märkte mit Blick auf das von der Pleite bedrohte Euroland dürfte noch bis zur Parlamentswahl am 17. Juni weiter anhalten.

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Im weiteren Handelsverlauf stehen keine wichtigen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die am Devisenmarkt für neue Impulse sorgen könnten. Die Anleger dürften den Blick verstärkt auf den EU-Sondergipfel am Mittwoch richten. Die Pläne für mehr Wachstum in Europa "scheinen am Devisenmarkt vorerst zumindest nicht negativ anzukommen", kommentierte Commerzbank-Experte Lutz Karpowitz die leichte Kurserholung des Euro.