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Devisen: Euro notiert im US-Handel weiterhin schwächer - Über 1,25 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Mittwoch im New Yorker Handel weiterhin schwächer notiert. Nach robusten Konjunkturdaten aus den USA war die europäische Gemeinschaftswährung unter Druck geraten. Die Veröffentlichung des Konjunkturberichts ("Beige Book") der US-Notenbank Fed zog hingegen keinerlei größere Reaktion am Devisenmarkt nach sich. Zuletzt kostete der Euro 1,2527 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2545 (Dienstag: 1,2548) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7971 (0,7969) Euro.

Ausschlaggebend für den Druck auf den Euro waren im Handelsverlauf robuste Zahlen vom amerikanischen Immobilienmarkt. Bereits seit Wochen zeichnen Daten vom Häusermarkt, von dem die schwere Finanzkrise 2008 ausgegangen war, ein freundlicheres Bild. Die US-Notenbank Fed sprach unterdessen in ihrem jüngsten Konjunkturbericht von einem nur moderaten Wachstum der US-Wirtschaft. Unter dem Strich fällt die Beurteilung der Konjunkturlage sogar etwas schlechter aus als im vorherigen Bericht von Mitte Juli.

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Die Frage bleibt, ob die US-Notenbank nun deswegen zu neuen Maßnahmen greift und beispielsweise eine dritte Runde von Anleihekäufen einläutet. Die Märkte warten deshalb mit Spannung auf den kommenden Freitag. Dann wird Fed-Chef Ben Bernanke die Eröffnungsrede zum wichtigen Notenbank-Symposium im amerikanischen Jackson Hole halten. Vor zwei Jahren hatte Bernanke die Gelegenheit genutzt, eine zweite Runde von Wertpapierkäufen (QE2) - wenn auch nur sehr vage - in Aussicht zu stellen.