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Devisen: Euro verteidigt Marke von 1,31 Dollar

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich zu Wochenbeginn über der Marke von 1,31 US-Dollar gehalten. Am Montagmittag wurde die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,3114 Dollar gehandelt. Der Euro notiert damit zwar leicht im Minus, behauptet sich aber auf dem höchsten Niveau seit Anfang Mai. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag noch auf 1,3095 (Donnerstag: 1,2910) Dollar festgesetzt.


Die Gemeinschaftswährung wird nach Einschätzung von Experten vor allem von der lockeren Geldpolitik führender Notenbanken unterstützt. Ursache der Euphorie sei zuletzt nicht mehr so sehr das EZB-Versprechen, unter Auflagen unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten zu kaufen, sondern das QE3-Programm der US-Notenbank Fed, kommentierten Devisen-Analysten der Commerzbank.

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Die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke hatten in der vergangenen Woche beschlossen, einen weiteren Versuch zu starten, die US-Konjunktur mit zusätzlichen Wertpapierankäufen anzuschieben. Der Plan geht tendenziell zu Lasten des Dollar. Die Ausweitung der Geldmenge steigert die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten und dämpft so die Nachfrage nach der als sicher gehandelten US-Devise. Außerdem fürchten Investoren, dass die steigende Liquidität den Wert der Währung langfristig verwässert.

Datenseitig dürfte es für den Devisenmarkt erst am Nachmittag spannend werden. Dann wird mit dem Empire-State-Produktionsindex für die Region New York ein wichtiger Konjunkturindikator für die US-Wirtschaft veröffentlicht. Das Barometer gilt als erster Gradmesser für die Stimmung der Einkaufsmanager des Verarbeitenden Gewerbes im September. Im August war der Index in den negativen Bereich abgerutscht.