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Devisen: Eurokurs erholt sich von frühen Verlusten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat sich am Mittwoch von anfänglichen Verlusten erholt und ist wieder über die Marke von 1,27 US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,2726 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2738 (Dienstag: 1,2843) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7851 (0,7786) Euro.

Im frühen Handel war der Euro noch durch die ungewisse Zukunft Griechenlands belastet worden. Zeitweise war der Kurs bis auf 1,2681 Dollar gefallen. Im Tagesverlauf erholte sich der Euro jedoch wieder. "Positiv aufgenommene US-Konjunkturdaten haben die Risikoneigung der Anleger wieder verstärkt", sagte Jana Meier, Devisenexpertin bei HSBC Trinkaus. Dies habe dem Euro geholfen. So war die US-Industrieproduktion im April stärker als erwartet gestiegen. Zudem entspannte sich im Tageslauf die Lage an den Anleihemärkten in Spanien und Italien.

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Bis zu den Neuwahlen in Griechenland am 17. Juni wird nach Einschätzung der Expertin Meier die Unsicherheit an den Märkten jedoch hoch bleiben. Eine nachhaltige Erholung des Eurokurses sei nicht zu erwarten. Zudem hätten die jüngsten Umfragen gezeigt, dass die Parteien, die den Sparkurs befürworten, bei Neuwahlen erneut nicht mit einer Mehrheit rechnen können. Auch aus technischer Sicht sehe das Bild für den Euro eher trübe aus, sagte Meier.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79925 (0,80010) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 102,53 (102,65) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2011 (1,2010) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> festgelegt. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.548,50 (Vortag:1.556,50) gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 38.230,00 (38.350,00) Euro.