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Devisen: Eurokurs fällt wieder unter 1,31 Dollar - 'Verschnaufpause'

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach seiner freundlichen Entwicklung der vergangenen Handelstage ist der Kurs des Euro <EURUS.FX1> am Donnerstag leicht unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3058 US-Dollar gehandelt und fiel somit wieder unter die Marke von 1,31 Dollar zurück, die sie am Vortag erst übersprungen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3118 (Mittwoch: 1,3120) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7623 (0,7622) Euro.


"Nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Tage hat der Euro eine Verschnaufpause eingelegt", sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Auch positive Nachrichten wie eine erfolgreiche Auktion spanischer Anleihen hätten keinen weiteren Auftrieb gegeben. Spanien musste für seine neu aufgelegten Anleihen merklich geringere Zinsen als zuletzt bezahlen. Die Erwartung eines baldigen Antrags Spaniens auf Hilfe aus dem Rettungsschirm ESM und die sich abzeichnende Einigung der internationalen Geldgeber mit Griechenland hatte in den vergangenen Tagen den Euro beflügelt.

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"Von dem EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag werden keine großen Impulse erwartet", sagte Umlauf. Die Kanzlerin hatte bereits im Bundestag vor zu hohen Erwartungen an den Gipfel gewarnt. Diese Aussage hat laut Umlauf auch den Euro etwas belastet. Das Spitzentreffen dürfte vielmehr als Vorbereitung für den kommenden Gipfel im Dezember dienen. "Der Euro müsse zunächst Kraft sammeln, um den Widerstand bei 1,3170 Dollar zu überwinden", sagte Umlauf. Insgesamt sei aus technischer Sicht das Umfeld für den Euro freundlich und weiteres Aufwärtspotenzial gegeben.