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DFB-Ausbilder Wormuth: Guardiola gegen Real ohne Plan B

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Trainerausbilder Frank Wormuth vermisst bei Bayern-Trainer Pep Guardiola eine Alternative zum reinen Ballbesitz-Spiel. Foto: Thomas Eisenhuth Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der Chef-Ausbilder des Deutschen Fußball-Bundes, Frank Wormuth, hält die Taktik von Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola für zu unflexibel.


Der Spanier habe seinem Team beim Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Real Madrid keine Alternativen aufgezeigt, im Gegensatz zu Real-Trainer Carlo Ancelotti. »Wenn man so will, hatte Ancelotti einen Plan B, Guardiola nicht«, sagte der Leiter der Fußball-Lehrerausbildung des DFB in einem Interview des Nachrichtenmagazins Focus.

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Real Madrid habe flexibel auf den Spielverlauf reagiert, Guardiola an seiner Idee von viel Ballbesitz und ständiger Ballzirkulation festgehalten: »Vielleicht hätte Guardiola sich genauso wie Real zurückziehen und den geplanten Fehlpass spielen sollen. Nach dem Motto: Hier, Real. Nehmt mal den Ball und macht mal was damit! Die hätten bestimmt blöd geschaut. So waren die Bayern verdutzt.« Die Münchner hatten im Halbfinale der Champions League nach einem 0:1 das Rückspiel im eigenen Stadion 0:4 gegen Real verloren.

Für die Entwicklung des Fußballs in Deutschland aber sei er zuversichtlich, sagte Wormuth. »Denken Sie an die 'Rumpelfüßler'-Diskussion zurück. Seitdem hat sich so viel wie bei keiner anderer Nation auf der Welt verändert.« Im Leistungsfußball gebe es nun Nachwuchs-Akademien, der DFB habe Talentstützpunkte aufgebaut. »Mit großem Erfolg. Im letzten Jahr hieß der Champions-League-Sieger Bayern München und bei der Weltmeisterschaft hat die Deutsche Nationalmannschaft gute Chancen auf den Titel.«

Focus-Beitrag