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Diane Kruger gewinnt in Cannes - Goldene Palme für Schweden

70. Filmfestspiele in Cannes
Diane Kruger strahlt: Die deutsche Schauspielerin wurde für ihre Leistung in Fatih Akins NSU-Drama «Aus dem Nichts» geehrt. Foto: Thibault Camus Foto: dpa
70. Filmfestspiele in Cannes
Ein Kuss für die Gewinnerin: Fatih Akin und Diane Kruger. Foto: Arthur Mola/Invision Foto: dpa
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Ruben Östlund, Gewinner der Goldenen Palme, schreit seine Freude heraus. Foto: Alastair Grant Foto: dpa
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Fatih Akin freut sich mit Diane Kruger. Foto: Alastair Grant Foto: dpa
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Sie haben in Cannes überrascht: Diane Kruger und Fatih Akin. Foto: Thibault Camus Foto: dpa
70. Filmfestspiele in Cannes
Die Jury auf dem Weg zur Preisverleihung: Paolo Sorrentino (l-r), Agnes Jaoui, Gabriel Yared, Fan Bingbing, Jury-Präsident Pedro Almodóvar, Jessica Chastain, Park Chan-wook, Maren Ade und Will Smith. Foto: Alastair Grant Foto: dpa
70. Filmfestspiele in Cannes
Jury-Mitglied Jessica Chastain freut sich mit US-Schauspieler Joaquin Phoenix, der als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde. Foto: Alastair Grant Foto: dpa
70. Filmfestspiele in Cannes
Diane Kruger ist beim Filmfestival in Cannes als beste Schauspielerin ausgezeichnet worden. Foto: Alastair Grant Foto: dpa

Sichtlich gerührt steht Diane Kruger auf der Bühne. Beim Filmfest in Südfrankreich gewinnt sie die Auszeichnung als beste Schauspielerin. Und die Goldene Palme geht überraschend an eine schwedische Satire.


Cannes (dpa) - Riesen-Erfolg für den deutschen Film in Cannes: Diane Kruger hat am Sonntagabend beim Festival in Südfrankreich den Preis als beste Schauspielerin gewonnen.

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Die 40-Jährige wurde für ihre überragende Leistung in Fatih Akins NSU-Drama «Aus dem Nichts» ausgezeichnet. Sichtlich gerührt nahm die in Niedersachsen geborene Kruger die Trophäe entgegen. Es ist der erste Preis für eine deutsche Hauptdarstellerin seit 1986. Damals gewann Barbara Sukowa für Margarethe von Trottas «Rosa Luxemburg».

Die Goldene Palme für den besten Film ging überraschend an die bissige Gesellschaftssatire «The Square» des Schweden Ruben Östlund. Im Mittelpunkt steht ein Museumskurator, der sich selbst als weltoffen gibt - dann aber zunehmend als bigott und machohaft entlarvt wird. Das Werk wird so zu einer spannenden Abhandlung über Vertrauen, gesellschaftliche Werte und Doppelmoral. Es ist die erste Goldene Palme für Schweden.

Überhaupt wurden für Cannes ungewöhnlich viele Filme mit politischem Inhalt ausgezeichnet: Der Große Preis der Jury - die zweitwichtigste Auszeichnung der Filmfestspiele - ging an das berührende Werk «120 battements par minute». Der französische Regisseur Robin Campillo erzählt darin von Aids-Aktivisten zu Beginn der 1990er Jahre, die unter Präsident François Mitterrand um Aufklärung und lebensnotwendige Medikamente kämpfen - ein Plädoyer für Akzeptanz und gleichberechtigtes Miteinander.

Außerdem wurden zwei weitere Frauen ausgezeichnet. Für die beste Regie vergab die Jury unter Vorsitz des Spaniers Pedro Almodóvar den Preis an die US-Amerikanerin Sofia Coppola für ihr Melodrama «Die Verführten» zur Zeit des US-Bürgerkriegs. Für den Thriller «You Were Never Really Here» gab es gleich zwei Trophäen: Regisseurin Lynne Ramsay wurde für das beste Drehbuch geehrt, ihr Hauptdarsteller Joaquin Phoenix als bester Schauspieler.

Es war ein Festival mit starker deutschsprachiger Präsenz: Im Wettbewerb hatten Fatih Akin und der Österreicher Michael Haneke um die Preise konkurriert, und in einer Nebenreihe zeigte Valeska Grisebach ihr Werk «Western». Darüber hinaus gehörte die Regisseurin Maren Ade («Toni Erdmann») zur internationalen Jury.

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