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Die Ankunft des Herrn in mächtigen Tönen

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Ein glanzvolles Musikereignis zwischen Klassik und Volksmusik war das Traunwalchner Adventskonzert in der Pfarrkirche Traunwalchen. Unter der Leitung von Manfred Hausotter bilden die Mitwirkenden seit Jahren einen festen Bestandteil. (Foto: Rasch)

Was für eine mächtige Ankunft des Herrn: Majestätisch und mit vollem Klangkörper kündigte Dr. Christian Namberger beim Traunwalchner Adventskonzert auf der Kirchenorgel die feierliche Geburt Christi an.


Mit dem March aus »3 Pieces for Organ«, in dem der englische Komponist Nicholas Choveaux eine festlich einziehende Gesellschaft symbolisiert, zog der Organist auf der Empore der Pfarrkirche sämtliche Register, während die Mitwirkenden im Altarraum im bewährten Dreiklang zwischen Klassik und Volksmusik für ein glanzvolles Musikereignis sorgten.

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Das Traunwalchner Adventskonzert, unter der bewährten Leitung von Manfred Hausotter, genießt durch sein künstlerisch hohes Niveau seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert und hat auch heuer nichts davon eingebüßt. Jede einzelne Darbietung wurde zu einer spannenden Symbiose mächtiger Bläserklänge, glanzvollem Chorgesang mit Orchesterbegleitung und wohlklingenden Harmonien unterschiedlicher Musikepochen. Die Mitwirkenden bilden seit vielen Jahren einen festen Bestandteil und verstehen es Jahr für Jahr aufs Neue, das anspruchsvolle Programm bravourös zu bewältigen. Mitgewirkt haben der Kirchenchor Traunwalchen, ein Kirchenorchester, ein Bläser- und Klarinetten-Ensemble, der Pertensteiner Dreigesang sowie Elisabeth Bäuml an der Harfe und Georg Angerer an der Orgel. Als Solisten traten Irmi Irgmaier (Sopran), Tissi Fernandez (Alt), Bernhard Kesy (Tenor) und Günther Datz (Bass auf). Verbindende Worte zwischendurch sprach Pfarrer Richard Datzmann.

Auf die Ankunft des Herrn stimmten Chor und Orchester mit dem Psalm »Hoch tut euch auf« von Christian Willibald Gluck (Satz Georg Angerer) ein, gefolgt von Johann Eccards Coral »Übers Gebirg Maria geht« und dem Ave Maria aus der Eröffnungskantate zum Salzburger Adventssingen 1971. Dazwischen streute Dr. Christian Namberger die »Prelude in classic style« auf der Orgel ein. Klarinetten, Harfe und Tenorhorn leiteten die Herbergsuche im volksmusikalischen Teil ein. Mit feinem Gespür und glockenklaren Stimmen bereicherten diesen Tissi Fernandez sowie Katharina und Magdalena Lauber in Begleitung von Elisabeth Bäuml auf der Harfe mit bekanntem und anspruchsvollem Liedgut wie »Ein Engel zu Maria kam.«

Chor, Streicher, Holzbläser und Harfe läuteten den dritten Teil ein. Nicht nur die Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach »Wie schön leuchtet der Morgenstern« und das Offertorium »Tui sunt coeli« von Joseph Haydns »Tui sunt coeli« bildeten hier einen mächtigen Klangkörper. Auch die Turmsonate von Gottfried Reiche, gespielt von den Bläsern, und das bekannte Weihnachtslied »Es ist ein Ros entsprungen« sorgten für eine jubilierende Stimmung.

Ein krönender Abschluss war die kleine Christnacht-Messe op. 6 von Engelbert Kaiser (1902 bis 1976). Die sogenannte »Christkindlmesse« wurde schon einmal vor einigen Jahren bei einem Adventskonzert aufgeführt. Kaiser, der viele Jahre in Traunwalchen als Chorregent tätig war, hat in dieser kleinen, aber feinen Messe bekannte Weihnachtslieder vereint. In diesem wohlklingenden Werk übernahmen Günther Datz, Bernhard Kesy, Tissi Fernandez und Irmi Irgmaier, die mit ihrem strahlend leuchtenden Sopran bereits beim »Ave Maria« glänzte, den Solopart.

Feierlich und würdevoll verabschiedeten sich die rund 50 Mitwirkenden mit Carl Czernys »Exsulta filia Sion« unter stehenden Ovationen der Besucher.

Gabi Rasch