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Die BRK-Wasserwacht warnt vor dem Betreten von Eisflächen

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Foto: Bildcredits: Planegger, BRK BGL

Berchtesgadener Land – Die Natur lässt sich nicht von der Corona-Pandemie beeinflussen. Die kalten Temperaturen der vergangenen Tage, vor allem nachts, haben dazu geführt, dass sich auf einigen kleinen Weihern und Seen im Landkreis bereits eine dünne Eisschicht gebildet hat. Wirklich zugefroren sind jedoch noch keine Gewässer, auch der schattige Hintersee fängt erst langsam an Eis zu bilden. Tragfähig ist diese dünne Eisschicht jedoch noch lange nicht, das heißt es besteht Lebensgefahr wenn man sie betritt.


Die BRK-Wasserwacht warnt daher eindringlich vor dem Betreten von nicht tragenden Eisflächen! Von außen lässt sich leider nicht erkennen, wie dick eine Eisschicht ist oder ob es noch andere Gefahren im Eis gibt, wie eingeschlossene Luftblasen. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen verliert ein ins Eis eingebrochener Mensch innerhalb kürzester Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr, zu ertrinken. 

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Die ehrenamtlichen Wasserretter des Roten Kreuzes sind rund um die Uhr für Notfälle auf dem Wasser und für die Eisrettung mit Wasserrettern und Einsatztauchern einsatzbereit. „Die beste Rettung ist aber die, die gar nicht erst benötigt wird, daher raten wir zur Vorsicht! Das Eis trägt in vielen Fällen nicht. Nicht aufs Eis gehen! Im Notfall Hilfe unter der Nummer 112 anrufen“, erklärt der Technische Leiter der Ortsgruppe Berchtesgaden, Martin Planegger.

Die Wasserwacht rät dringend folgende Regeln für den Ernstfall zu beachten:

Laut um Hilfe rufen. 

Auf jeden Fall vermeiden, dass man unter das Eis gerät.

So wenig wie möglich bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu verlieren. 

Sofort Hilfe holen über die Notrufnummer 112. 

Die eingebrochene Person beruhigen. 

Nur mit Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseil oder ähnlichen Gegenständen die zur Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern – der eingebrochenen Person nie die Hand reichen!

Nur zur Rettung ans eisige Wasser gehen, wenn man selbst über eine weitere Person mit einem Seil gesichert sind. 

Den Verunfallten an Land bringen, situationsbedingt helfen, eventuell in die stabile Seitenlage lagern und vor Kälte schützen, bis der herbeigerufene Rettungsdienst eintrifft.

Eisflächen auf natürlichen Gewässern sollten besser gemieden werden, auch wenn in diesem Winter die Eissporthallen für die Öffentlichkeit geschlossen sind. Wer dennoch Wintersport auf dem Eis treiben möchte, sollte grundsätzlich nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis gehen, sowie auf die Warnungen der örtlichen Behörden, der lokalen Medien und Hinweis- und Verbotsschilder vor Ort achten.

„Wir sind zwar jederzeit für einen Einsatz bereit, wünschen uns jedoch, dass wir nie zu einem Eis-Einsatz angefordert werden. Die Bevölkerung soll gerade diesen Winter mit Bedacht vorgehen“, mahnt Planegger.

fb/red

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