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Hintergrund

Die Bürgerrechtsorganisation ACLU

Washington (dpa) - Die ACLU, die US-Präsident Donald Trump erfolgreich juristisch wegen dessen jüngster Anordnung zur Einreise bestimmter Ausländergruppen attackiert hat, ist eine der einflussreichsten Bürgerrechtsorganisationen der USA.

Anthony Romero
Anthony Romero ist Chef der ACLU. Zusammen mit zwei anderen Gruppen hatte die ACLU im Namen mehrerer Festgehaltener vor Gericht Beschwerde eingereicht. Foto: Shawn Thew Foto: dpa

Übersetzt bedeutet American Civil Liberties Union (ACLU) amerikanische Bürgerrechtsunion.

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Hauptziele der ACLU sind der Schutz der Meinungsfreiheit, der Privatsphäre, der Rechte sexueller Minderheiten und des Rechts auf Abtreibung. Die Organisation wendet sich gegen die Todesstrafe und gegen Polizeigewalt. Sie verteidigte in der Vergangenheit mehrfach auch die Rechte kontroverser Gruppen, etwa von amerikanischen Nazis und dem Ku-Klux-Klan. Ihre Begründung: «Verfassungsrechte müssen selbst den unpopulärsten Gruppen zustehen, wenn sie für alle bewahrt werden sollen.»

Die ACLU besteht seit fast 100 Jahren. Auf ihrer Homepage weist sie mehr als 750.000 Mitglieder aus. Sie wird durch Spenden von Privatleuten finanziert, außerdem von einigen Großspendern. Die ACLU führt jährlich mehrere tausend Gerichtsverfahren, in denen sie für die Bürgerrechte in den USA kämpft.

Im vergangenen Jahr machte die ACLU unter anderem Schlagzeilen mit ihrem Engagement gegen Polizeigewalt nach den landesweiten ethnischen Unruhen, gegen ein Verbot für die Einrichtung von Unisex-Toiletten in North Carolina, und durch ihren Appell an US-Präsident Barack Obama, dem geflüchteten Whistleblower Edward Snowden Straffreiheit zu gewähren.

Homepage der ACLU