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Die Eisenbahn im Film

Die in Laufen ansässige japanische Trommelformation Okumikawa eröffnet am Donnerstag, 6. September, um 19.30 Uhr die ersten Freilassinger Lokwelt-Filmtage, bevor Gerhard Liebenberger im Anschluss seine beeindruckende Multivisionsshow »Mit dem Zug durch China« zeigt. Der Bayerische Rundfunk wird die Eröffnung live in der Abendschau übertragen. Bis Sonntag, 9. September, gibt es dann täglich zwischen 10 und 22 Uhr Eisenbahnfilme aus verschiedensten Filmgenres zu sehen.

Die Eisenbahn im Film – seit Anbeginn der Filmgeschichte ist sie nicht mehr wegzudenken. Schon die ersten Kinofilmer waren von der Eisenbahn fasziniert. Bewegung, Wucht und Dampf, Ort des Schreckens, Spielstätte für Komödien, Symbol für Zivilisation und deren Destruktion – Eisenbahnfilme bieten von Anbeginn der Filmgeschichte Bewegung und bewegen die Phantasie. Der Zug wird zur bewegten Plattform, zur Metapher politischen Widerstands und Mittel zur Flucht, der Schlafwagen wird Schauplatz innerer Bewegung, die Bahnfahrt an sich steht oft für eine Lebensreise oder aber die Schiene für eiserne Geradlinigkeit – unendlich viele Allegorien sind bei genauerem Hinsehen zu finden.

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Die ersten Lokwelt-Filmtage zeigen querbeet einen kleinen Ausschnitt aus der Welt der Eisenbahn im Film; einen Ausschnitt, der Spaß machen, aber auch die Wahrnehmung für Eisenbahn und Schiene im Film schärfen soll.

Neben hervorragenden internationalen Dokus werden alte Werbefilme der Reichsbahn zu sehen sein, der Kult-Stummfilm »Miss Evelyne, die Badefee« aus dem Jahr 1929, der erste Werbefilm der Reichsbahn mit inhaltlicher Handlung, der für Bahnreisen nach Bad Reichenhall werben sollte. Darin wird unterhaltsam über die Reise der amerikanischen Millionärstochter Miss Evelyne berichtet, die in den Zwanziger Jahren im mondänen Heilbad Bad Reichenhall Urlaub macht und für einige Turbulenzen unter den männlichen Kurgästen sorgt. Auch »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer« für Kinder darf natürlich nicht fehlen.

An den drei Abenden werden Spielfilme zu sehen sein. »Zugvögel – Einmal nach Inari« mit Joachim Kroll, eine gelungene Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte und Roadmovie, »Hugo Cabrét«, das neue Phantasiemärchen von Martin Scorsese, und für Westernfreunde kommt »High Noon«, der bis heute unter Kritikern als einer der besten Filme aller Zeiten gilt. Das detaillierte Programm ist unter www.lokwelt.freilassing.de oder auf der Facebook-Lokwelt-Seite zu lesen.