Die ersten Gebäude können bald gebaut werden

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Mit dem Bau der ersten Gebäude im neuen Gewerbegebiet »Sulzbach II« kann demnächst begonnen werden.

Inzell – Um die Aufstellung des Bebauungsplans für das neue Gewerbegebiet »Sulzbach II« ist es bei der jüngsten Sitzung des Inzeller Gemeinderats gegangen. Während der öffentlichen Auslegung sind keine Bedenken von Bürgern eingegangen.


Eine Stellungnahme gab unter anderem das Landesamt für Umwelt ab. Die geplante Erweiterung der Wohnbebauung liege zwar am Ortsrand, aber in unmittelbarer Nähe befände sich ein Vorranggebiet für den Abbau von Sand und Kies; hier gelte die mittelfristige Rohstoffsicherung. Der aktuellen Maßnahme könne daher aus rohstoffgeologischer Sicht nur zugestimmt werden, wenn hier weiterhin ein uneingeschränkter Bodenschatzabbau, der gegebenenfalls mit einer gewissen Staubentwicklung und Lärmemission zusammenhänge, möglich sei.

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Ansonsten gab es keine weiteren Einwände. Der Inzeller Gemeinderat beschloss daraufhin einstimmig die dritte Erweiterung des Bebauungsplans »Sulzbach II«. Damit kann mit dem Bau der ersten Gebäude im neuen Gewerbegebiet demnächst begonnen werden.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung waren die Landtagswahlen und hier speziell die Wahlwerbung der Parteien in der Gemeinde. Im Hinblick auf die Erhaltung des Ortsbilds sowie aus Gründen der Sauberkeit und des Umweltschutzes, aber auch zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung legte die Gemeinde einige grundlegende Regelungen fest.

Eine Plakatwerbung durch die politischen Parteien ist frühestens sechs Wochen vor der Landtagswahl zulässig; die Wahl ist am Sonntag, 14. Oktober. Für die Parteien stehen Plakatanschlagtafeln an der Fritz-Gastager-Straße, der Reichenhaller Straße, der Mahderbachbrücke und der Schwimmbadstraße zur Verfügung. Die Aufstellung von Plakatgroßflächen, von Wahlständern und die Anbringung von Wahlplakaten an Beleuchtungsmasten ist nicht gestattet. Sollten sich die Parteien daran nicht halten, wird die Gemeinde die Werbung kostenpflichtig entfernen.

Genehmigt werden auch kurzfristige Informationsstände von politischen Parteien im Vorfeld der Wahlen. Über entsprechende Anträge entscheiden die Gemeindeverwaltung beziehungsweise der Bürgermeister unter Berücksichtigung der Einhaltung der Sauberkeit des Orts und des Umweltschutzes sowie der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Das Gremium befasste sich auch mit einem Befreiungsantrag von den Festsetzungen des Bebauungsplans für ein Grundstück im Gewerbegebiet »Sulzbacher Feld«. Der Bauherr möchte die Fassaden einer Lagerhalle mit Büro und Betriebsleiterwohnung teilweise in aluminiumgrau gestalten; im Bebauungsplan ist aber silbergrau festgesetzt. Es wurde ein Antrag auf Teilbaugenehmigung gestellt, damit zumindest mit den Erdarbeiten begonnen werden kann. Ein nahezu identischer Antrag kam für den Neubau einer Lagerhalle. Auch hier soll die Fassade teilweise in aluminiumgrau anstatt in silbergrau gestaltet werden.

Durch eine Vorabfestsetzung der Farbgebung wollte man vermeiden, dass auffallende und grelle Farben verwendet werden. Da aluminiumgrau jedoch ein unauffälliger Grauton ist, der sich kaum von silbergrau unterscheidet, ist die Abweichung aus Sicht des Gemeinderats städtebaulich vertretbar. Zugleich würde eine Ablehnung der geringen Farbänderung insgesamt zu einer nicht beabsichtigten Härte führen, da es sich um ein in sich stimmiges Farbkonzept handeln würde. Somit hatte das Gremium auch keine Probleme, den Anträgen zuzustimmen.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung hatten der Vorsitzende des Trachtenvereins »D' Falkastoaner« Inzell, Markus Kötzinger, und Festleiter Hias Scheurl den Gemeinderat zum 110-jährigen Jubiläum des Vereins eingeladen. Die Festwoche wird von 14. bis 19. August stattfinden. Kötzinger stellte kurz das Festprogramm. hw

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