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Die Grenzen besser schützen

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Die Grenzen besser schützen
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Bei Einsätzen von Frontex sollen Polizisten der EU die Außengrenzen schützen. Foto: Christian Charisius/dpa Foto: dpa

Einmal von Deutschland nach Frankreich fahren? Kein Problem. In vielen Ländern in Europa sind die Grenzen offen. Doch andere Grenzen wollen Politiker nun besser schützen lassen.


Tausende Kilometer müsste man fahren, um die Europäische Union zu umrunden. Man käme im Süden am Mittelmeer vorbei. Im Osten würde man etwa an der Grenze zwischen Lettland und Russland entlangfahren. Und im Westen ginge es durch Frankreich.

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Zur EU gehören momentan 28 Länder. EU ist die Abkürzung für Europäische Union. Auch Deutschland ist dabei. Unser Land liegt mitten in der EU. Doch es gibt auch Länder, die ganz am Rand liegen: zum Beispiel Italien am Mittelmeer.

Die Grenze zwischen EU-Ländern und anderen Staaten nennt man EU-Außengrenze. In der Nacht zu Freitag beschlossen Politiker der EU: Diese Außengrenze soll besser geschützt werden. Darum kümmern sich meist die Länder selbst. Sie bekommen aber auch Hilfe.

Dafür ist eine Agentur namens Frontex zuständig. Frontex hat zwar keine eigenen Grenzschützer. Aber die EU-Länder schicken ihre Polizisten zu Einsätzen. Die Politiker beschlossen nun: Frontex soll unter anderem schneller mehr Helfer bekommen. Die Polizisten bei Frontex fahren zum Beispiel aufs Mittelmeer und kontrollieren dort.

Und warum das Ganze? Das hat mit einem Streit zu tun. Die EU-Länder sind sich nicht einig, wie sie mit Flüchtlingen umgehen sollen. Diese Menschen flüchten etwa vor Krieg oder Hungersnöten nach Europa. Viele Flüchtlinge fahren von Afrika aus mit Booten über das Mittelmeer.

Manche Länder sagen: Es kommen zu viele Flüchtlinge, wir können sie nicht alle aufnehmen. Die EU-Politiker suchten deshalb nach einer Lösung. Die Staaten einigten sich zum Beispiel darauf, besondere Aufnahmelager zu errichten. Dort sollen die Flüchtlinge zunächst unterkommen, bevor sie auf die Länder Europas verteilt werden.

Auch die Verstärkung von Frontex ist eine der Lösungen, die sich die Politiker überlegt haben. Manche sagen: Geraten Flüchtlinge in ihren Booten in Seenot, kann Frontex schnell helfen. Andere ärgern sich über die Grenzpolizei. Sie sagen: Frontex soll arme Menschen nur davon abhalten, in die EU zu kommen.