weather-image

Die harte Nuss erfolgreich geknackt

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Foulspiel gegen den Ramsauer Mittelstürmer Joseph Wagner: Ein Weildorfer Abwehrspieler holte ihn unfair von den Beinen. (Foto: Wechslinger)

Die Deutsche Jugendkraft aus Weildorf erwies sich wie schon im Hinspiel als der unangenehme Gegner, der dem FC Ramsau zugesetzt hat. Nachdem die Gäste in der ersten Halbzeit noch ein torloses Remis gehalten haben, setzten sich die engagiert agierenden Ramsauer Platzherren im zweiten Durchgang doch noch entscheidend durch. Durch den Sieg bleiben die Ramsauer im Dreikampf mit dem FC Bischofswiesen II und dem SC Inzell II weiterhin gut im Meisterschaftsrennen, das sich wohl am vorletzten Spieltag entscheidet, wenn der FCB in der Ramsauer Arena antritt.


Der Ramsauer Trainer Manfred Weber hatte seine Mannschaft gut auf den Gegner eingestellt, die Mannschaft wusste, worum es geht und gab von Beginn an Vollgas. Die Platzherren hatten jedoch nicht nur die Weildorfer als Gegner, sondern offensichtlich auch Schiedsrichter Georg Mitterpleininger vom SB Chiemgau Traunstein. Mehrmals stand Mitterpleininger mit der Abseitsregel stark auf Kriegsfuß und zerstörte somit viel versprechende Angriffe der Platzherren, die alles versucht haben, zu einem schnellen Treffer zu kommen.

Anzeige

Das spielte natürlich der DJK Weildorf in die Karten, die nur versucht haben, mit einer dicht gestaffelten Abwehr keinen Treffer zu kassieren. In der zehnten Minute entwischte Joseph Wagner und wurde von Michael Gruber von den Beinen geholt. Die Konsequenz wäre gewesen, dem Abwehrspieler die rote Karte zu zeigen und auf Freistoß für Ramsau zu entscheiden. Doch Mitterpleininger sah es wohl als einziger anders und entschied auf Freistoß für Weildorf.

So rannten die Ramsauer weiter an, ohne zum finalen Abschluss zu kommen. Torjäger Maximilian Rehlegger kam nach einer Viertelstunde zu einer Möglichkeit, verzog jedoch den Schuss aus spitzem Winkel übers Tor. Nachdem die Ramsauer immer wieder abgefangen wurden, eröffneten sich auch Konterchancen für die Gäste, die jedoch von der aufmerksamen Ramsauer Abwehr abgefangen wurden und keine Gefahr für FC-Schlussmann Michael Wagner waren. Die größte Chance vergab Stefan Votz, der einschussbereit alleine vor dem Tor über den Ball säbelte.

In der 35. Minute kam aus dem Nichts große Gefahr für Ramsau auf, als ein Weildorfer aus spitzem Winkel an den Pfosten schoss und ein Ramsauer Abwehrspieler gerade noch vor der Torlinie klären konnte. Im direkten Gegenzug setzte Korbinian Stöckl zum Kopfball an, der jedoch daneben ging.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff des überforderten Schiedsrichters hätte es Elfmeter gegen Wagner geben müssen, doch Mitterpleiningers Pfeife blieb wieder einmal stumm. So ging es torlos in die Halbzeitpause, aus der Ramsau frisch gestärkt kam. Die Ramsauer dominierten jetzt eindeutig und Torjäger Maximilian Rehlegger erzielte in der 52. Minute den längst überfälligen Führungstreffer der Ramsauer, die in der Folge einem sicheren Sieg zustrebten.

Dennoch dauerte es bis in die 74. Minute, ehe Scharfschütze Franz Piatke mit einem »Sonntagsschuss« am Samstagnachmittag aus 30 Metern ins Kreuzeck getroffen hat. Damit war in der Ramsau alles gelaufen. In der Schlussphase kamen die Platzherren noch zu weiteren Möglichkeiten, doch es blieb beim 2:0. Der Schiedsrichter hatte nicht nur seine Probleme mit der Abseitsregel und Foulspiel, sondern auch mit der Uhr. Denn er pfiff das Spiel auch noch drei Minuten zu früh ab.

FC Ramsau: Michael Wagner; Andreas Zörner, Stefan Votz, Franz Piatke, Andreas Hackl, Vinzenz Weber (64. Martin Zechmeister), Korbinian Dieterich, Maximilian Rehlegger (62. Sascha Zeiß), Marius Mackamul (85. Thomas Aschauer), Korbinian Stöckl, Joseph Wagner. cw