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Die Hoffnung lebt weiter

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Der Grassauer Torwart Peter Zeissberger war in dieser Situation bereits geschlagen, aber Christoph Gruber vom FC Bischofswiesen brachte den Ball nicht ins leere Tor. (Foto: Waßmuth)

In einem sogenannten Sechspunktespiel besiegte der FC Bischofswiesen den ebenfalls abstiegsgefährdeten ASV Grassau knapp, aber hoch verdient mit 1:0. Bei besserer Chancenausnützung hätte der Sieg auch weitaus höher ausfallen können. Durch den wichtigen Erfolg bewahrte sich der FCB die Chance, in den ausstehenden acht Begegnungen das rettende Ufer erreichen zu können.


Die Begegnung des Schlusslichts der Kreisklasse FC Bischofswiesen gegen den ebenfalls noch lange nicht geretteten ASV Grassau war über die gesamte Spielzeit von mehr Kampf als Klasse geprägt. Der knappe Erfolg der Platzherren war hoch verdient, weil die Elf von Trainer Franz-Josef Kaindl weit aus mehr Chancen hatte als die biederen Gäste.

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Eine erste Schrecksekunde für die Platzherren gab es bereits in der 13. Minute, als sich Matthias Schulmayr verletzt hat und ausgewechselt werden musste. Schulmayr hatte sich trotz langer Spielpause noch einmal entschlossen dem FC Bischofswiesen im Abstiegskampf beizustehen.

So gehörten die ersten Spielminuten mit leichten Vorteilen den Gästen. Ab Mitte der ersten Halbzeit spielte der FC Bischofswiesen jedoch auf Augenhöhe mit den Gästen. Torraumszenen blieben jedoch auf beiden Seiten zunächst die Ausnahme, beide Mannschaften waren darauf bedacht nicht in Rückstand zu geraten. Dies passierte dann jedoch nach gut einer halben Stunde den Gästen. Christoph Gruber setzte sich über den Flügel durch und passte von der Grundlinie auf Sebastian Vorberg, der mit seinem achten Saisontreffer zugleich das »Goldene Tor« markierte. Bis zum Halbzeitpfiff des souveränen Schiedsrichters Matthias Rothe vom SC Anger blieb die Begegnung ausgeglichen, kein Team konnte sich entscheidende Vorteile erarbeiten.

Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Gastgeber den Druck und kamen immer wieder gefährlich über die Flügel. So auch der quirlige Ex-Skispringer Tobias Bogner, der den Graussauer Schlussmann Peter Zeissberger zu einer Glanztat zwang (51.).

Grassau ließ in dieser Spielphase nach und der FCB hätte den Sack zumachen können. Nach gut einer Stunde verzog Gruber einen tollen Schuss knapp neben die Kreuzecke. Nur zwei Minuten später zielte Hirsch knapp daneben. Plötzlich kam Grassau wieder gefährlich nah ran und durch Mittelstürmer Florian Lindlacher in der 74. Minute zu einer Topchance. Zum Glück des FCB zischte der Ball knapp an der Kreuzecke vorbei. Nach einer weiteren guten Aktion von Peter Seidinger klärte neuerlich Zeissberger, der Nachschuss von Vorberg ging über das Tor.

Inzwischen war Benjamin Fegg im Spiel, der für viel Unruhe in den Grassauer Abwehrreihen sorgte. Der Vorwärtsdrang des FCB hielt an, Michael Ottmann kam zu einer weiteren Chance, doch Grassau konnte klären. Nachdem auch Gruber eine weitere Möglichkeit für Bischofswiesen vergeben hatte, gab es eine Schrecksekunde für die Platzherren. Ein Abwehrspieler verhielt sich ungeschickt und Rothe deutete in der 89. Minute zum Entsetzen der Platzherren unvermittelt auf den Elfmeterpunkt. Doch Grassau vergab die Ausgleichschance mit einem Schuss neben das Tor. So siegte der FC Bischofswiesen verdient mit 1:0.

FC Bischofswiesen: Schnitzlbaumer; Jung, Seidinger, Tschischke, Bogner, Geisler, Hirsch, Schulmayr, Huthöfer, Vorberg, Gruber, Ottmann, Fegg, Sellmaier. Christian Wechslinger