weather-image

Die hohe Kunst des Schattenspiels

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Theaterkompanie »Die Mobilés« nahm die Zuschauer im k1 mit auf Weltreise, eine Station war dabei Griechenland. (Foto: Heel)

Wie spektakulär und berauschend ein Schattentheater sein kann, hat die Kölner Theaterkompanie »Die Mobilés« im voll besetzten Saal des Traunreuter k1 mit der Inszenierung »Moving Shadows« gezeigt. Wobei es den acht Akteuren, allesamt virtuose Tänzer, Bewegungskünstler und Akrobaten, von der ersten Sekunde an gelang, ihr Publikum in den Bann zu ziehen und mit ihrer Fantasie und Kreativität zu verzaubern.


In atemberaubenden Bildern, geschaffen mit unglaublicher Präzision und verblüffender Leichtigkeit, erzählten sie dabei wundervolle Geschichten vom Zauber der Poesie, vom Reiz des Abenteuers, von der Komik des Daseins. Ihre Körper verschmolzen artistisch und wurden so zu Gegenständen, Tieren, Pflanzen – und wieder zu Menschen. Unterstützt von mitreißender (Pop-)Musik entstand so ein fesselnder Bilderreigen, der Assoziationen und Emotionen weckte. Ein Spiel mit Licht und Schatten, die perfekte Illusion und ein Abend voller magischer Momente.

Anzeige

Ein Abend, an dem die acht Künstler ihr Publikum in den Wilden Westen entführten (zu den Klängen von »I like to be in America«) und in den Dschungel, wo es hieß »The lion sleeps tonight«. In Griechenland wurde Sirtaki getanzt und zu dem Lied »Paris s'eveille« stellten die Künstler einen ganz normalen Tag in Paris nach, bei dem die Metro und der Eiffelturm natürlich nicht fehlen durften.

Höhepunkt nach der Pause waren Schlüsselszenen aus berühmten Filmen wie »Casablanca«, »Der weiße Hai« oder »Titanic« sowie die Nachahmung des Vorspanns einiger James-Bond-Filme. Kurzum: eine Show der Extraklasse und unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt. Entsprechend euphorisch und lang anhaltend war der Applaus. Wolfgang Schweiger

Anzeige