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Erneut ganz oben auf dem Podest: Hanno Nüßlein (links) vom TSV Chieming gewann beim Ironman 70.3 Zell am See erneut seine Altersklasse.

Die Ironman-WM kann kommen: Generalprobe bestens gemeistert

Die Generalprobe ist geglückt! Hanno Nüßlein vom TSV Chieming hat beim Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun seine Altersklasse M 50-54 gewonnen. »Ich freue mich riesig, Regenrennen scheinen mir zu liegen«, hebt er hervor.

Nach diesem starken Test über die Mitteldistanz(1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21 km Laufen) reist der Grassauer nun voller Zuversicht in wenigen Wochen zu seinem absoluten Saisonhöhepunkt: der Ironman-WM auf Hawaii. In Kona wird er bereits zum zweiten Mal an der Startlinie stehen!

Das Rennen in Österreich war bis zum Schluss spannend – ein echter Triathlon-Krimi! Letztlich setzte sich Nüßlein mit einem hauchdünnen Vorsprung von 28 Sekunden vor seinem Altersklassenkontrahenten an die Spitze. »Das war wirklich ein Kopf-an-Kopf-Rennen«, berichtet er. Aufgrund des sogenannten Rolling Starts, die Athleten gehen dabei im Abstand von einigen Sekunden ins Wasser, um das Feld zu entzerren, war's aber »recht unübersichtlich und ein virtuelles Rennen, weil man seine Kontrahenten ja nicht wirklich gesehen hat«. Dank seiner Frau Karin wusste Nüßlein aber immer ungefähr, wie er im Rennen lag.

Mit dem Schwimmen war Nüßlein hinterher nicht ganz zufrieden. »Das war suboptimal«, berichtet er. Dennoch war er schon nach den 1,9 km im Wasser vorne dabei und kam als AK-Dritter in die erste Wechselzone. Auch auf dem Rad lief es. »Ich habe zwar weniger Watt getreten als sonst, war aber unter dem Strich schneller als im vergangenen Jahr unterwegs – also alles gut.« Schon 2021 startete Nüßlein nämlich bei diesem Wettkampf, »und weil es mir dort trotz des schlechten Wetters so gut gefallen hat, habe ich mich nochmals angemeldet«. Schon im vergangenen Jahr gewann er in Zell am See übrigens seine Altersklasse – also Titel erfolgreich verteidigt!

Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit bis dahin. Auf die Laufstrecke ging Nüßlein mit gerade einmal drei (!) Sekunden Vorsprung. Er konnte diesen zwar leicht ausbauen, aber auch die Konkurrenten gaben zum Ende hin nochmals ordentlich Gas. Mit einem fulminanten Schlusssprint ging Hanno Nüßlein, der rund um Grassau optimale Bedingungen zum Trainieren hat, dann mit einem hauchdünnen Vorsprung über die Ziellinie. Nach 4:39:12 Stunden war's vollbracht! »Ich bin unversehrt ins Ziel, das ist mal die Hauptsache und ich war auch schneller als 2021«, freut er sich.

Damit hätte der TSV-Triathlet auch das Ticket für die Ironman-WM 70.3, die 2023 im finnischen Lahti stattfinden wird, gelöst. »Aber ich habe den Slot jetzt nicht angenommen«, erzählt er. »Über das nächste Jahr mache ich mir erst nach Kona Gedanken«, sagt er.

Nach Hawaii geht's für Hanno Nüßlein am 29. September. Sein Start wird dann am Donnerstag, 6. Oktober, um 7.35 Uhr (Ortszeit) sein. An diesem Tag starten bei der erstmals an zwei Tagen durchgeführten WM auch die Frauen sowie die Männer M 50 und älter sowie die M 19 - 24.

Nüßlein löste sein zweites WM-Ticket ja schon im Oktober 2019 beim Ironman Barcelona. Jetzt endlich darf er zurück nach Kona, coronabedingt musste das Rennen die vergangenen beiden Jahre ja ausfallen. »Ich mache mir keinen Druck, sondern freue mich einfach riesig auf den Wettkampf«, sagt der Athlet. Was ihn besonders freut, dass er »auch viele bekannte Gesichter dort treffen wird«. Allein aus dem Chiemgau und Rupertigau sind neben Hanno Nüßlein mit Cindy Friebel (RSC Götzing), Christian Vordermayer (TV Traunstein) und Hansi Mühlbauer aus Ainring drei weitere Starter mit dabei. »Das ist schon eine coole Sache.«

SB