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Die Kunstakademie Bad Reichenhall strahlt in die Welt hinaus

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Das vielschichtige Gemälde mit der symbolischen Darstellung von Trennung und Einssein reichte Barbara Walder für die internationale Ausstellung ein.
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Barbara Walder arbeitet nicht nur mit Farbe, sondern auch mit Materie. (Fotos: Janoschka)

Wenn die Vereinten Nationen (UN oder UNO) 75 Jahre alt werden, ist das eine Feier wert – nicht nur im politischen Sinn, sondern auch im Bereich der Kunst.

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Das dachte sich Künstler, Kurator und Organisator Stefan Balog, Präsident der »Inter-Art Foundation« aus Aiud in Rumänien und lud in einer Weltpremiere aus allen 193 UN-Mitgliedsländern und sechs Kontinenten jeweils eine Künstlerin oder einen Künstler ein – nur aus Rumänien, dem einladenden Land, wurden 24 Künstler aus einem multi-ethnischen Spektrum ausgewählt. Sie alle sind Botschafter für eine große Ausstellung, die im UN-Hauptquartier in New York und im Palais des Nations in Genf stattfinden sollte, aber wegen Corona nun online zu besichtigen ist (www.inter-art.ro).

Sollte es möglich sein, findet die physische Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt statt. Stefan Balog gab das Maß von 21 x 21 cm vor und stellte dabei die Bedingung, dass die Ausstellung nur dann stattfinden würde, wenn alle Mitgliedsländer künstlerisch vertreten sind. Die Challenge gelang – und jetzt kommt Bad Reichenhall ins Spiel: Seit vielen Jahren nimmt Barbara Walder, Künstlerin aus Liechtenstein, an den Kursen von Alfred Darda an der Kunstakademie Bad Reichenhall teil und entwickelte ihr Label von »Barbaras Bilderkunst« hin zu »Luzena Art«. Durch ihre Ausstellungen in verschiedenen europäischen Großstädten entstand auch eine Verbindung nach Rumänien, wo ihre tiefgreifende, philosophisch-geisteswissenschaftliche Thematik ebenfalls sehr interessiert aufgenommen wurde.

Der Organisator der UN-Ausstellung lud Walder daraufhin als einzige Botschafterin Liechtensteins per offiziellem Zertifikat dazu ein, ein Bild für die »Intercontinental Art Exhibition 'United Nations – symbol of life, freedom & happiness'« (die Interkontinentale Kunstausstellung der UNO – Symbol für das Leben, die Freiheit und das Glück) zur Verfügung zu stellen, worüber sich die Künstlerin sehr freute. »Hier entstand ein starkes Gefühl des Einsseins,« sagte Barbara Walder im Gespräch mit der Heimatzeitung. »Wir sind als Künstler dieser Welt eins in diesem Kunstwerk aus vielen einzelnen Teilen. Das ist ein starker Impuls und beinhaltet, was man sich für die UN und für die Welt wünscht. Corona mag uns physisch trennen, aber im Inneren ist eine Verbundenheit entstanden.«

Durch Kunst eine bessere Welt schaffen

Schirmherr der Ausstellung ist der Präsident von Rumänien, Klaus Werner Johannis, der in seinem Grußwort die Ausstellung als Friedensinitiative und Ausdruck für die Fähigkeit des menschlichen Geistes bezeichnet, Solidarität und Harmonie zu schaffen. Die Ausstellung wird ferner unterstützt vom rumänischen Außenministerium und dem rumänischen Kulturinstitut. Ihr Ziel ist es, »zu beweisen, dass man durch die Kunst eine bessere Welt schaffen kann, eine Welt in Freiheit und gutem Miteinander, in gegenseitigem Verstehen und in Einheit zwischen Menschen, Nationen und Kulturen,« wie es in der Presseaussendung der Inter-Art Foundation heißt.

Kurator Stefan Balog möchte alle Nationen der Welt durch die Kunst miteinander verbinden. Die Kunst und Kultur einer Nation seien die besten Botschafter hierfür. Ein riesiges Puzzle sollte als Symbol für die Freundschaft zwischen allen Nationen der Welt geschaffen werden – ein Geschenk von Rumänien als symbolische Geste, mit der das 75-jährige Jubiläum der UNO mit einer nie zuvor dagewesenen Veranstaltung gewürdigt werden sollte. Durch die individuellen, nach dem Alphabet der Länder angeordneten Gemälde ist diese Ausstellung »nicht nur eine Weltpremiere, sondern auch ein historischer Moment«, eine »planetarische Hommage an die UNO als Zeichen des Respekts für alles, was sie repräsentiert und in den 75 Jahren ihrer Existenz erreicht hat,« schreibt Stefan Balog im Ausstellungskatalog.

Dass auch eine Teilnehmerin der Kunstakademie Bad Reichenhall dabei ist, ist eine Ehre für Bad Reichenhall und ein Beweis für das hohe Niveau der Akademie.

Brigitte Janoschka

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