weather-image

Die perfekte Kombination aus Genuss und Sport

4.2
4.2
Bildtext einblenden
Fernsehmoderatorin Annika Zimmermann hatte bei der vierten Auflage der Chiemgau-Team-Trophy eine Menge Spaß. Im Ziel gab's dann auch ein Erinnerungsfoto mit einem der Ruhpoldinger Beppos. (Foto: Wechselszene)

Die Bioteaque Sports Chiemgau-Team-Trophy feiert am Sonntag, 27. Januar 2019, ein kleines Jubiläum. Bereits zum fünften Mal findet die Langlaufveranstaltung zwischen Inzell, Ruhpolding und Reit im Winkl dann statt – und sie erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Schon jetzt sind 999 Teilnehmer dafür angemeldet und damit alle Startplätze vergeben.


Die Bergsteigerredaktion möchte Sie, liebe Leser, in den nächsten sieben Wochen fit machen für die Trophy und natürlich auch für die bevorstehende Wintersaison. Experten, ehemalige Langlaufstars und aktuelle Profis werden Ihnen in den nächsten Wochen in der Serie »Fit für den Winter« Tipps an die Hand geben, wie Sie perfekt vorbereitet in die bevorstehende Langlauf-Saison gehen werden.

Anzeige

Den Auftakt macht die deutsche Fernsehmoderatorin Annika Zimmermann. Die 29-Jährige schaffte Anfang des Jahres ein ganz besonderes Kunststück: Sie stand erstmals überhaupt auf Skating-Langlaufskiern, nahm lediglich eine Trainerstunde und lief danach die 43 km der Chiemgau-Team-Trophy (CTT) durch. Wir haben bei Ihr nachgefragt, wie das möglich gewesen ist.

Hallo Frau Zimmermann, Sie waren bei der letzten Chiemgau-Team-Trophy dabei. Wie hat Ihnen die Veranstaltung denn gefallen?

Annika Zimmermann: Das war grandios! Ein Sport-Event, das perfekt organisiert war und dann auch noch so viel Spaß bereitet hat. Zusätzlich, und das macht die Chiemgau-Team-Trophy einfach aus, wird dort eine Balance zwischen ambitioniertem Sport sowie Genuss und Spaß hergestellt. Das hat mir sehr gefallen und das kannte ich in dieser Form noch nicht.

Das Tolle dabei: Sie standen erstmals überhaupt auf Skating-Skiern und sind die komplette Strecke durchgelaufen. Wie geht das?

(Lacht). Das kann ich knapp ein Jahr später immer noch nicht so ganz beantworten! Ehrlich gesagt, bin ich wohl etwas naiv, wenn nicht gar dumm an die Sache rangegangen. Ich werde die Gesichter von Sven Hindl und Andi Mühlberg nie vergessen. Ungläubigkeit lässt sich nicht besser widerspiegeln. Dass ich es trotzdem bis zum Ende durchgelaufen bin – und dabei mächtig Spaß hatte – lag aber auch einfach am Event selbst: Freude an der Bewegung, entspannte Teilnehmer und sympathische Helfer an jeder Station. Das kann nur motivieren!

Waren Sie danach nochmals beim Langlaufen?

Überhaupt nicht. Was aber einfach an meinem Hauptwohnsitz Berlin liegt. Spaß hat es mir enorm bereitet und ganz sicher werde ich nicht das letzte Mal darauf gestanden haben.

Welchen Stil bevorzugen Sie: Skating oder klassisch?

Ich bevorzuge den Skating-Stil, da ich das ja auch gelaufen bin. Immerhin kann ich dort schon auf viel Erfahrung und Spaß verweisen!

Bei der Chiemgau-Team-Trophy steht ja der Genuss im Vordergrund. Konnten Sie die Veranstaltung denn genießen?

Absolut! Und ich würde jedem empfehlen, der Lust hat, sich zu bewegen und ein nettes Team dabei hat, mitzumachen. Selbst ohne Team ist das klasse: Ich habe schnell eine Gruppe gefunden, die mich aufgenommen hat.

Ich werde nie deren Kommentar vergessen: »Mensch, du bist ja ein Tier!« – und das natürlich in tiefstem Bairisch. Und dann haben wir zusammen deren Kirschlikör getrunken, den eine Oma extra gemacht hatte, soweit ich mich erinnere.

Und genau das macht es ja aus: Wir haben das total genossen. An jeder Station gab es neue Leckereien und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Teilnehmern. Ich habe versucht, mir Tipps zu meinem Stil – er blieb leider bis zum Schluss grottenschlecht – oder zum nächsten Streckenabschnitt zu holen. Auch wenn man als Anfänger vermutlich wirklich nicht durchlaufen sollte, oder es sich zumindest nicht vornehmen sollte, so hat man durch die Shuttle einfach die perfekte Möglichkeit, seinen Lauf flexibel zu gestalten.

Was hat Ihnen am besten gefallen?

Huh, schwer. Es gab so viele schöne Momente: das bereits erwähnte Konzept aus Genuss und Sport, die wunderschöne Strecke, vor allem auch die Herzlichkeit aller Teilnehmer, Veranstalter und Helfer.

Sind Sie beim kleinen Jubiläum der Chiemgau-Team-Trophy auch wieder am Start?

Wenn es mein Zeitplan zulässt ganz sicher – und wenn nicht kommendes, dann das darauffolgende Jahr. Mit dem Herzen bin ich ganz sicher dabei und wünsche allen Teilnehmern viel Spaß, den sie ganz sicher auch haben werden! SB

Trainingstipp der Woche

Annika Zimmermann: Nehmen Sie sich für diese Woche etwas vor, das Sie schon länger umtreibt. Aber versuchen Sie nicht, es in dieser Woche zu lösen oder im Ganzen anzugehen. Stattdessen: Unterteilen Sie Ihr Ziel in mehrere Mosaike und gehen Sie diese einzeln an. Je kleiner, desto besser und leichter. Schritt für Schritt ist nicht umsonst weit verbreitet. Es lässt sich prima auf alle Lebenslagen zuschneiden.

Wenn Sie nun in die Vorbereitung zur CCT starten wollen, dann gehen Sie in der ersten Woche nicht in die Vollen, sondern starten mit kleinen Ausdauer-Einheiten. Denken Sie ebenfalls an Stabilitäts- oder Yoga-Training. Lassen Sie dann vielleicht mal die Plätzchen von Oma weg und probieren Sie ein neues, gesünderes Rezept aus. Und vor allem, starten Sie mit dem wichtigsten: genug Schlaf! Solange Sie nicht genügend regenerieren, bringt der Aufwand wenig. Und das Wichtigste ist: Haben Sie viel Spaß dabei!